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Schweigen zur T-Mobile-Zukunft: Telekom profitiert vom US-Boom

Die Zukunft der Telekom in den USA ist unklar - dennoch sorgt vor allem das dortige Geschäft bei stabilen Gewinnen des DAX-Konzerns. Im Vorstand ist man optimistisch, die Jahresprognose wird bestätigt.

Dank des Erfolgs im US-Geschäft hält die Deutsche Telekom im zweiten Quartal den Gewinn stabil und die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Während der Umsatz um 0,3 Prozent auf 15,11 Milliarden Euro zurückging, stieg die viel beachtete Kennzahl, das bereinigte Ebitda, das die operative Ertragskraft des Konzerns darstellt, um 0,3 Prozent auf 4,43 Milliarden Euro.

Der berichtete Umsatz stieg weniger stark als in den Vorquartalen, weil die Übernahme von MetroPCS in den USA in den Vorjahreszahlen bereits mit zwei Monaten enthalten sind, was in den vorangegangen Quartalen nicht der Fall war.

Der Anstieg des bereinigten Ergebnisses ist insbesondere dem Geschäft der T-Mobile US geschuldet, die im vergangenen Quartal wieder 1,47 Millionen Kunden gewonnen und die 50 Millionen-Kundenzahl geknackt hat.

Sprint sagt ab, Iliad ist zu geizig

Kein Wort verlor die Deutsche Telekom aber darüber, wie es in den USA weitergehen soll. Sprint hat in dieser Woche die angedachte Übernahme von T-Mobile US abgeblasen, ein Angebot der französischen Iliad wurde von der US-Tochter als zu niedrig zurückgewiesen.

Unterm Strich verdiente das ehemalige Staatsunternehmen 711 Millionen Euro nach 530 Millionen Euro im Vorjahr, was insbesondere einem Bucheffekt aus dem Spektrumtausch mit Verizon in den USA aber auch anderen Sondereffekten geschuldet ist. Analysten hatten im Vorfeld bei einem Umsatz von 15,21 Milliarden Euro das bereinigte Ebitda bei 4,42 Milliarden Euro und das Nachsteuerergebnis bei 562 Millionen Euro gesehen.

Der Vorstand des 230.000 Mitarbeiter starken Konzerns bekräftigt die bisherige Geschäftsaussichten: In diesem Jahr werde wegen hoher Investitionen in den USA der Free Cash Flow auf 4,2 Milliarden Euro sinken - 400 Millionen Euro weniger als 2013. Das bereinigte Ebitda dürfe bei 17,6 Milliarden Euro stagnieren.

Quelle: n-tv.de

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