Wirtschaft
Mittelpunkt eines Weltkonzerns: Cevian hält rund 15 Prozent.
Mittelpunkt eines Weltkonzerns: Cevian hält rund 15 Prozent.(Foto: REUTERS)

Stühlerücken im Kontrollgremium: ThyssenKrupp bekommt neue Aufseher

Der Aufsichtsrat wird umgebaut: Bei Deutschlands größtem Stahlkonzern müssen sich die Mitarbeiter in den Geschäftsetagen neue Namen einprägen. Großaktionär Cevian schickt Jens Tischendorf. Streiff und Thumann sollen gehen.

Der neue ThyssenKrupp-Großaktionär Cevian schickt seinen Deutschland-Chef in den Aufsichtsrat des Industriekonzerns. Jens Tischendorf wurde vom Aufsichtsrat als Vertreter der Anteilseigner für die Wahl in das Gremium vorgeschlagen, wie aus einer vom Konzern veröffentlichten Liste hervorgeht.

Über die Wahl muss die Hauptversammlung am 30. Januar entscheiden. Der Finanzinvestor Cevian hält gut 15 Prozent an dem Dax-Konzern. Die Ergebnisse aus dem Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende September) hat ThyssenKrupp für diesen Donnerstag angekündigt.

Kurz vor der Bilanzvorlage

Neu in das Kontrollgremium von ThyssenKrupp soll zudem das Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, Ingrid Hengster, einziehen. Ausscheiden sollen demnach der ehemalige Chef von PSA Peugeot Citroen, Christian Streiff, und der frühere Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann. Beide waren 2005 beziehungsweise 2008 zur Zeit des früheren Aufsichtsratschefs Gerhard Cromme in das Kontrollgremium eingezogen.

Cromme hatte 2013 im Zuge des Desasters mit den Übersee-Stahlwerken und der Serie von Kartellfällen und Korruptionsvorwürfen seinen Posten geräumt. Sein Nachfolger, der ehemalige Henkel-Chef Ulrich Lehner, soll als Aufsichtsratschef wiedergewählt werden.

Die mächtige Krupp-Stiftung, die nach der Kapitalerhöhung im vergangenen Jahr ihre Sperrminorität verloren hatte, wird mit Ralf Nentwig und Lothar Steinebach, nur noch zwei statt drei Vertreter direkt in den Aufsichtsrat entsenden. Ihr bislang dritter Gesandter, der Lufthansa-Chef Carsten Spohr, soll dem Gremium weiter angehören, allerdings nicht mehr als Entsandter der Stiftung.

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Quelle: n-tv.de

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