Wirtschaft
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Blick geht nach China: Tom Tailor agiert vorsichtig

Ohne großes Risiko will Tom Tailor in China einsteigen. Vorstandschef Holzer sieht im Reich der Mitte große Herausforderungen.

Das Modeunternehmen Tom Tailor setzt auf einen behutsamen Einstieg in den chinesischen Markt. "Wir sind kein Großkonzern, der mal eben einen neuen Kontinent für sich erschließen kann. Wir müssen das Risiko in Grenzen halten", sagte Vorstandschef Dieter Holzer der "Welt am Sonntag".

Ende des vergangenen Jahres habe Tom Tailor mit einem Partner zwei Filialen und drei Shop-in-Shop-Flächen in China eröffnet. "Diesen Markt wollen wir behutsam entwickeln. Dort gibt es große Herausforderungen für einen europäischen Modeanbieter, insbesondere bei den Größen und den Passformen, also zum Beispiel bei Arm- und Beinlängen."

Die Integration der im vergangenen Sommer übernommenen Marke Bonita werde Tom Tailor sowohl in diesem als auch noch im nächsten Jahr beschäftigen, sagte Holzer: "Natürlich unterliegt unsere Branche immer wieder monatlichen Schwankungen, die auch Bonita spürt. Nervös werden wir deswegen aber nicht. Ab dem vierten Quartal wollen wir mit Bonita wieder flächenbereinigt wachsen."

Insgesamt plane das Unternehmen mit seinen rund 1300 Filialen jedes Jahr 100 neue Geschäfte 60 für Tom Tailor und 40 bei Bonita - vornehmlich in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien und Holland sowie Südosteuropa und Russland. Holzer geht davon aus, dass der Umsatz in diesem Jahr die Marke von 900 Millionen Euro überschreitet. Die von ihm bei seinem Amtsantritt 2006 prognostizierte eine Milliarde Euro Umsatz könnte laut Holzer 2014 wahr werden.

Quelle: n-tv.de

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