Freitag, 04. September 2009
Stromgeschäft im Blick: Toshiba will Areva-Werk
Der japanische Technologiekonzern Toshiba will sein Stromgeschäft offenbar durch eine milliardenschwere Übernahme deutlich ausbauen.Toshiba wolle für ein Energiewerk des französischen Reaktorbauers Areva rund 3,5 Mrd. Euro bieten, verlautete aus Unternehmenskreisen. Der Konzern werde sich an der ersten Bieterrunde am 18. September beteiligen. Toshiba wie auch der Siemens-Partner Areva gaben dazu keine Stellungnahme ab.
Toshiba hatte erst Anfang August mitgeteilt, sich stärker in den Bereichen Stromerzeugung und Infrastruktur engagieren zu wollen. Die Gewinne in den Geschäftsfeldern sollten innerhalb von drei Jahren doppelt so hoch ausfallen wie durch den Verkauf von Speicherchips, sagte Toshibas Präsident Norio Sasaki. Damit macht das Unternehmen dem Siemens-Konzern zunehmend Konkurrenz. Siemens betreib derzeit mit Areva den Kraftwerksbauer NP, hat jedoch seinen Austritt aus dem Gemeinschaftsunternehmen angekündigt.
Die französische Energieministerin Christine Lagarde sagte diese Woche, sie hoffe noch bis Ende des Jahres auf eine Entscheidung über den Verkauf der Energieverteilungs- und Übertragungsgeräteanlage. Die Sparte ist in ihrem Bereich die weltweite Nummer drei hinter ABB und Siemens.
Die meisten Experten begrüßten die mögliche Transaktion. Analyst Takeo Miyamoto sprach von einem richten Schritt, falls die Japaner die Areva-Anlage für einen vernünftigen Preis kaufen könnten. Auf diese Weise könne der Konzern seine Präsenz auf einem Markt verstärken, der bisher von lokalen Spielern dominiert werde. Sein Kollege Mitsushige Akino von Ichiyoshi Investment sagte, Toshiba müsse sich jedoch vor dem Kauf restrukturieren.
wne/rts
Hintergründe zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Maschinenbauer mit Absatzproblemen
"Made in Germany" lässt Federn
-
In kleinen Schritten nach oben
Dax macht Boden gut
-
E.ON-Kurs vor Rückgang?
122% Gewinn bei Kurs von 13€
-
Von Vkontakte bis Kayak
Facebook schockt Internet-IPOs
-
Alarmglocken schrillen
Verluste in Asien auf breiter Front
-
Brent in Richtung 100 Dollar
Ölpreise bleiben auf Talfahrt
-
Anshu Jain
"Regenmacher" aus Indien
-
Von wegen Wonnemonat Mai
Dax-Talfahrt geht weiter
-
Zeitenwende bei der Deutschen Bank
Ackermann tritt ab
-
"Dinge beginnen, hässlich zu werden"
Spanien-Sorgen belasten Euro
-
Instagram-Deal macht Sorgen
Facebook-Kurs steckt in Abwärtsspirale
-
Griechenland-Exit kein Todesstoß
Axa sorgt vor
