Wirtschaft
Norio Sasaki
Norio Sasaki(Foto: REUTERS)

Beteiligung an US-Atomfirma: Toshiba will Paket verkaufen

Toshiba benötigt Geld zur Tätigung von Investitionen. Der japanische Konzern will deshalb 36 Prozent an der US-amerikanischen Atomfirma Westinghouse abstoßen. An der Börse kommt der Plan gut an - die Toshiba-Aktie schnellt in Tokio um fünf Prozent hoch.

Der japanische Industriekonzern Toshiba verhandelt mit einer Reihe von Interessenten über den Verkauf eines 36-Prozent-Pakets an der US-Atomfirma Westinghouse. Toshiba-Chef Norio Sasaki sagte, es werde mit drei Interessenten über eine Beteiligung von 20 Prozent gesprochen und mit drei anderen über die Übernahme eines weiteren Anteils von 16 Prozent.

Nach einer Veräußerung würde Toshiba bei der US-Tochter eine Mehrheit von 51 Prozent behalten. Investoren begrüßten die Verkaufsverhandlungen: Die Toshiba-Aktie legte um rund fünf Prozent zu.

Das 20-prozentige Paket an Westinghouse soll im Januar zunächst von der Nuklearfirma Shaw Group für 1,6 Milliarden Dollar zurückgekauft und dann gleich weitergereicht werden. Dafür hat der Toshiba-Chef nach eigener Auskunft einen amerikanischen Käufer im Blick.

Geld für Investitionen

Der Teil-Ausstieg soll Geld in die Kassen des Elektronik- und Chipherstellers spülen, um neue Investitionen zu finanzieren. Toshiba will seinen operativen Gewinn in drei Jahren mehr als verdoppeln. Dazu soll auch das Geschäft mit Atomkraftwerken beitragen.

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima suchen Reaktorbauer wie Toshiba und Hitachi allerdings stärker nach Geschäftschancen im Ausland. Die neue japanische Regierung kündigte nun jedoch an, den geplanten Atomausstieg des Landes überdenken.

Quelle: n-tv.de

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