Wirtschaft
Weltweit ruft Toyota knapp 2,9 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten.
Weltweit ruft Toyota knapp 2,9 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten.(Foto: dpa)

Gefährliche Gurte: Toyota ruft 71.000 SUV zurück

Bei Routineuntersuchungen stellt Toyota ungewöhnliche Schäden an bestimmten Gurten fest. Allein in Deutschland ruft der Autobauer deswegen 71.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang mit einem tödlichen Unfall.

Wegen möglicherweise defekter Sicherheitsgurte auf der Rückbank ruft der japanische Autobauer Toyota in Deutschland rund 71.000 SUV in die Werkstätten. Betroffen seien Modelle der dritten Generation des RAV4 aus dem Produktionszeitraum November 2005 bis November 2012, teilte das Unternehmen mit.

Toyota hatte zuvor bei Routineuntersuchungen von Unfallwagen ungewöhnliche Schäden an den Sicherheitsgurten der Rücksitze festgestellt. Der Autobauer erklärte anschließend, bei einem "außergewöhnlich starken Frontalaufprall" könne das Gurtband mit einer Metallkante des Sitzgestells in Kontakt kommen und schlimmstenfalls reißen.

Um Beschädigungen zu verhindern, soll nun bei einem rund einstündigen Werkstattaufenthalt eine Schutzabdeckung rechts und links an der Rückbank befestigt werden. Die Nachrüstung ist für die Kunden kostenfrei.

Laut Toyota wurde bei zwei Unfällen mit einem Toten und einem Verletzten in Kanada und in den USA ein durchtrennter Sicherheitsgurt festgestellt. Eine Sprecherin betonte aber, es sei noch nicht geklärt, welche Rolle der Defekt bei den Unfällen gespielt habe.

Insgesamt beorderte Toyota weltweit rund 2,9 Millionen Fahrzeuge zurück. In Nordamerika müssen 1,33 Millionen Autos in die Werkstätten, in Europa 625.000, in China 434.000 und in Japan 177.000.

Quelle: n-tv.de

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