Freitag, 25. Dezember 2009
Bahn-Beschäftigungspakt: Transnet will mehr
Die Gewerkschaft Transnet will bei der Deutschen Bahn den bis Ende 2010 bestehenden Schutz vor Entlassungen fortschreiben und erweitern. "Es kann nicht darum gehen, die Beschäftigungssicherung einfach nur zu verlängern", sagte Transnet- Vorsitzender Alexander Kirchner. "Wir brauchen auch qualitativ eine neue Ausrichtung."Er denke etwa an Regelungen, Mitarbeiter im bundeseigenen Unternehmen zu halten, die bestimmte Tätigkeiten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben könnten, sagte Kirchner. Davon hinge auch ab, über welchen Preis die Arbeitnehmer mit sich verhandeln ließen, die derzeit als Gegenleistung für die Beschäftigungssicherung auf 5,5 Prozent des Einkommens verzichteten. Die Bahn hat bereits signalisiert, dass sie ebenfalls eine Verlängerung des Beschäftigungspakts anstrebt.
Die Verhandlungen dürften im Laufe des neuen Jahres wohl parallel zur Einkommenstarifrunde geführt werden, sagte Kirchner. "Das wird man nicht voneinander trennen können, da die Beschäftigungssicherung natürlich auch eine materielle Komponente hat." Auf eine Zahl der Jahre, um die der Entlassungsschutz verlängert werden soll, legte sich der Transnet-Chef vorerst nicht fest. Die Marschrichtung solle mit den Mitgliedern diskutiert werden. Dabei gehe es auch um eine Bewertung des konzerninternen Arbeitsmarktes, auf dem Beschäftigte bei Rationalisierungen in andere Bereiche versetzt werden. Über diesen Weg seien in der momentanen Krise 600 Mitarbeiter der stark getroffenen Güterbahnsparte Schenker Rail in andere Tätigkeiten gewechselt.
Auch über die Einkommensforderung 2010 wolle Transnet erst einmal mit den Mitgliedern beraten, sagte Kirchner. Zudem sollten Erfahrungen der anstehenden Tarifrunden im Öffentlichen Dienst, der Chemie und der Metallindustrie berücksichtigt werden.
dpa
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