Wirtschaft
Laut einem Medienbericht darf sich Ex-EZB-Chef Jean-Claude Trichet Hoffnungen auf den Posten als Chefkontrolleur von EADS machen.
Laut einem Medienbericht darf sich Ex-EZB-Chef Jean-Claude Trichet Hoffnungen auf den Posten als Chefkontrolleur von EADS machen.(Foto: picture alliance / dpa)

Aufsichtsratsvorsitz bei EADS: Trichet bald Chefkontrolleur?

Laut einem Medienbericht kann sich Ex-EZB-Chef Trichet Hoffnungen auf den Posten als Chefaufseher bei EADS machen. Im Rennen um den Spitzenjob bei Europas größter Waffenschmiede hat Trichet womöglich gute Karten: Er hat nur noch einen Wettbewerber – und die Stelle dürfte höchstwahrscheinlich an einen Franzosen gehen.

Der frühere EZB-Chef Jean-Claude Trichet ist einem Zeitungsbericht zufolge in der engeren Auswahl für den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden bei dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Außerdem sei noch der ehemalige Aufsichtsratschef der französischen Großbank BNP Paribas, Michel Peberau, im Rennen, berichtete die französische Tageszeitung "Le Figaro" auf ihrer Internetseite ohne Angaben von Quellen.

Das Auswahlkomitee habe dagegen der ehemaligen Chefin des staatlich kontrollierten Atomkonzerns Areva, Anne Lauvergeon, seine Unterstützung verweigert. EADS geht damit bei der Besetzung des Verwaltungsrates auf Konfrontationskurs mit der französischen Regierung: Lauvergeon gilt als Favoriten von Frankreichs Präsident Francois Hollande.

Trichet ist bereits Mitglied des zwölfköpfigen EADS-Führungsgremiums. Die staatlichen Großaktionäre der Airbus-Mutter hatten sich Ende 2012 nach hartem Ringen auf eine neue Aktionärsstruktur bei EADS verständigt. Danach wird künftig Deutschland ebenso wie Frankreich einen Anteil von zwölf Prozent am stimmberechtigten EADS-Kapital halten. EADS-Chef Tom Enders will den Konzern von politischem Einfluss befreien. Solange Enders den Konzern führt und EADS damit einen deutschen Vorstandschef hat, dürfte wieder ein Franzose an der Spitze des Verwaltungsrates stehen.

Quelle: n-tv.de

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