Wirtschaft
(Foto: imago/Wassilis Aswestopoulos)

Steuerfahndung soll verstärkt werden: Troika fordert von Athen Reformen

Die Gläubiger sehen Handlungsbedarf: Nach Ansicht der Troika reichen die Reformen der griechischen Regierung noch nicht aus. Zwischen Athen und Brüssel gibt es deshalb Gesprächsbedarf.

Die Gläubiger-Troika von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) verlangt einem Zeitungsbericht zufolge von Griechenland weitere Reformen. Die Regierung müsse "bei bereits gegebenen Zusagen in einigen Bereichen Klarheit" schaffen und diese konkretisieren, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den aktuellen Sachstandsbericht der Troika.

So solle die Regierung in Athen die Steuerfahndung verstärken, hieß es. Außerdem müssten die Mehrwertsteuer für Hotels von 6,5 auf 13 Prozent erhöht und zu großzügige Vorruhestandsrechte abgeschafft werden.

Die griechische Regierung habe sich vorbehaltlos verpflichtet, Zielvorgaben für den Haushalt 2015 einzuhalten, zitierte das Blatt weiter aus dem Bericht. Dennoch sei eine "beträchtliche Lücke" zu erwarten. Derzeit würden "Maßnahmen zur Schließung dieser Lücke erörtert".

Griechenland ist seit 2010 mit zwei großen Rettungsprogrammen in Höhe von insgesamt 240 Milliarden Euro von den EU-Staaten und dem IWF über Wasser gehalten worden. Das Land will nach einem Testlauf in diesem Jahr 2015 an die Finanzmärkte zurückkehren.

Um die politische Unsicherheit in dem hoch verschuldeten Land zu beenden, hat Ministerpräsident Antonis Samaras die Wahl des Staatsoberhaupts im Parlament überraschend um zwei Monate vorgezogen. Der erste Wahlgang ist am Mittwoch. Falls der Kandidat der Regierung durchfällt, wird laut Verfassung eine Neuwahl des Parlamentes fällig. Dabei hätte die linke Syriza Umfragen zufolge gute Chancen, stärkste Partei zu werden. Sie lehnt das internationale Rettungsprogramm für Griechenland und die damit verbundenen Bedingungen der Geldgeber ab.

Quelle: n-tv.de

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