Wirtschaft

"Stockendes Jahr 2015": UN reduzieren Wachstumsprognosen

In den vergangenen Jahren haben Schwellenländer Boden gutgemacht und aufgeholt, doch das ist nach Angaben der Vereinten Nationen erst einmal vorbei. In ihrer Wachstumsprognose sind aber auch andere "Sorgenkinder" aufgeführt. Und wo steht Europa?

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Weltwirtschaft wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen weniger stark wachsen als angenommen. Im "stockenden Jahr 2015" werde das Wachstum nur etwa 2,4 Prozent betragen - 0,4 Punkte weniger als noch im Mai vorhergesagt. Für das nächste Jahr erwarten die Experten in einem in New York veröffentlichten Report 2,9 und 2017 dann 3,2 Prozent. Vor einem halben Jahr waren sie noch von 3,1 Prozent für das nächste Jahr ausgegangen.

Für die Europäische Union sagen die Forscher nach wie vor 1,9 Prozent für dieses Jahr voraus und die Prognose für das nächste Jahr wurde nur um einen zehntel Punkt auf 2,0 Prozent revidiert. Im Jahr 2017 könnten es dann 2,2 Prozent sein. In Südosteuropa solle die Wirtschaft dann sogar um 3,0 Prozent wachsen.

Während die USA mit 2,4 Prozent und dann 2,6 und 2,8 Prozent in den beiden nächsten Jahren wachsen, bleibt Japan demnach das Sorgenkind unter den großen Industrienationen. Nur plus 0,5 Prozent sollen es in diesem Jahr sein und im nächsten Jahr dann zwar 1,3, im Jahr 2017 aber wieder nur 0,6 Prozent.

Besonders besorgt sind die UN-Experten um die Schwellenländer. Diese hätten das schwächste Jahr seit der Finanzkrise 2008/2009 erlebt, die Wirtschaft sei 2015 um 2,8 Prozent eingebrochen. Mit 0,8 im nächsten und 1,9 Prozent im übernächsten Jahr fällt die Wachstumsprognose deutlich geringer aus als erwartet.

Besonders betroffen sei Russland, dessen Wirtschaft in diesem Jahr um 3,8 Prozent geschrumpft sei und auch im nächsten Jahr nicht wachsen werde. Für die übrigen früheren Sowjetrepubliken, mit Ausnahme der baltischen Staaten, berechneten die UN-Experten ein Minus von 3,0 Prozent. Auch Brasilien habe ein Minus von 2,8 Prozent hinnehmen müssen, im nächsten Jahr sollen es noch einmal 0,8 Prozent weniger sein.

Quelle: n-tv.de

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