Jobwunder in weiter FerneUS-Arbeitsmarkt kränkelt
Eine Entspannung an der US-Jobfront lässt weiter auf sich warten. Zwar gibt es im Mai mehr Stellen. Allerdings sind sie Ergebnis einer Volkszählung. Analysten haben zudem mit weit mehr neuen Arbeitsplätzen gerechnet.
Die Beschäftigung in der US-Wirtschaft hat im Mai den stärksten Zuwachs seit einem Jahrzehnt erlebt, doch der Zuwachs ging zu einem Gutteil auf temporäre Personaleinstellungen im Zuge einer Volkszählung zurück. Zudem blieb das Jobwachstum deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Mai um 431.000, während befragte Volkswirte einen Stellenzuwachs um 515.000 erwartet hatten. Für den Vormonat wurde der gemeldete Zuwachs von Arbeitsplätzen um 290.000 bestätigt. Allein für eine Volkszählung wurden 411.000 Mitarbeiter angeworben.
Die bei einer separaten Erhebung ermittelte Arbeitslosenquote sank auf 9,7 Prozent, was den Erwartungen von Ökonomen entsprach. Im Vormonat hatte die Quote 9,9 Prozent betragen. Die Wirtschaftskrise hat mehr als acht Millionen Amerikanern den Job gekostet. Das hat den privaten Konsum gedrückt, der rund 70 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung ausmacht.
Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,07 Dollar auf 22,57 Dollar, während Ökonomen nur ein Plus von 0,02 Dollar auf 22,49 Dollar erwartet hatten. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,1 auf 34,2 Stunden.