Freitag, 30. Oktober 2009
Düstere Grundstimmung: US-Bürger in Sorge
Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes trübt sich im Oktober ein. Auch ihre persönliche Situation schätzen immer mehr Amerikaner alles andere als rosig ein.
Ein Gefühl wie leere Ränge nach einem verlorenen Spiel: Fachleute an der Universität Michigan fassen die Grundstimmung im Land in der Zahl 70,6 zusammen.
(Foto: REUTERS)
Der entsprechende Index der Universität Michigan fiel nach endgültigen Berechnungen vom Freitag von 73,5 Zählern im Vormonat auf 70,6 Punkte. Volkswirte hatten mit einem Stand von 70,0 Punkten gerechnet.
Die Grundstimmung der Bürger bleibt demnach auch insgesamt eher trübe. Obwohl die US-Bürger das gesamtwirtschaftliche Umfeld offenbar wieder in günstigerem Licht sehen, bewerten sie ihre persönliche Lage negativer, hieß es aus Michigan.
"Verbunden mit der Absicht der Verbraucher, mehr zu sparen und ihre Schulden zu verringern, wird dies eine Erholung des Konsums begrenzen", heißt es in dem Bericht der Universität.
Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt.
Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus. Seit Ende 2007 steckt die US-Wirtschaft in der Rezession, vor allem die Verbraucher haben ihre Ausgaben zuletzt kräftig zurückgefahren.
rts
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