Donnerstag, 10. Dezember 2009
Maßstab der Ungleichgewichte: US-Export zieht an
Die US-Exporteure können im Oktober vom schwachen Dollar profitieren und mehr ins Ausland verkaufen. Das Außenhandelsdefizit sinkt überraschend stark.
Mehr Güter finden ihren Weg in die USA als hinaus. Vor allem Autos und Autoteile werden verstärkt importiert.
(Foto: REUTERS)
Zugleich ging die Nachfrage der US-Verbraucher nach Öl so stark zurück wie seit Januar 2000 nicht mehr, wie aus einem Bericht des US-Handelsministeriums hervorgeht. Das Außenhandelsdefizit sank daher überraschend um 7,6 Prozent auf 32,9 Mrd. Dollar. Im Vorfeld befragte Experten hatten mit einem Fehlbetrag von 36,8 Mrd. Dollar gerechnet. Im September betrug das Defizit 35,7 Mrd. Dollar.
Die Ausfuhren stiegen allein von September auf Oktober um 2,6 Prozent auf 136,8 Mrd. Dollar. Dabei setzten vor allem die Hersteller von Zivilflugzeugen, Halbleitern und anderen Investitionsgütern mehr im Ausland ab. Die Einfuhren legten gleichzeitig um 0,4 Prozent auf 169,8 Mrd. Dollar zu. Die Importe von Autos und Autoteilen legte so stark zu wie nie seit dem Tiefpunkt der Krise im Oktober 2008.
Das US-Handelsbilanzdefizit wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Weil die USA mehr konsumieren als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Bleiben diese aus, kommt der Dollar weiter unter Druck.
rts
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