Wirtschaft
McDonald's bleibt der größte amerikanische Arbeitgeber in Deutschland.
McDonald's bleibt der größte amerikanische Arbeitgeber in Deutschland.(Foto: REUTERS)

Fachkräftemangel in Deutschland: US-Firmen sehen Risiken

Deutschland ist für die US-Konzerne der Markt Nummer 1, meint die Amerikanische Handelskammer. Doch der Fachkräftemangel bereitet den Unternehmen zunehmend Sorgen. Ganz zu schweigen von der Schuldenkrise. Insgesamt ergibt das nur eine durchschnittliche Note für den Standort D.

US-Firmen in Deutschland sehen die Euro-Schuldenkrise und den Fachkräftemangel als größte Risiken für ihr Geschäft an. "Der Fachkräftemangel ist zunehmend eine Wachstumsbremse", sagte der Vizepräsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany), Otmar Debald, in Frankfurt bei der Vorstellung einer Studie zu den 50 größten US-Unternehmen in Deutschland. Die Bundesrepublik müsse sich noch mehr für eine Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland öffnen.

Kammer-Präsident Fred Irwin betonte die Bedeutung des Standortes für Unternehmen aus den USA: "Deutschland ist der Markt Nummer 1." Im Schnitt bewerten die US-Unternehmen Deutschlands Attraktivität als High-Tech-Standort mit der Note 2,6. Geschätzt werden vor allem die gute Ausbildung der Arbeitskräfte und die zentrale Lage in Europa. 59 Prozent der Firmen planen weitere Investitionen in Deutschland.

Die Liste der 50 Unternehmen führt - gemessen am Nettoumsatz - wie in den Vorjahren der Autobauer Ford an (Umsatz in Deutschland 2011: 18,75 Mrd. Euro). Platz 2 belegt der Mineralölkonzern ExxonMobil (Esso/12,8 Mrd. Euro), ebenfalls auf dem Treppchen landet der krisengeplagte Autobauer Opel als Tochter des US-Autoriesen General Motors (GM) mit einem Jahresumsatz von 12,5 Mrd. Euro.

Der größte US-Arbeitgeber in Deutschland ist dem Ranking zufolge unverändert die Fastfood-Kette McDonald's mit 64.000 Beschäftigten. Auf Rang zwei folgt Ford (24 490), dritter ist Burger King (geschätzt 23.500). Insgesamt stehen die zehn größten US-Arbeitgeber in Deutschland nach Berechnungen der AmCham für etwa 240.000 Jobs.

Nicht berücksichtigt sind in der Studie Banken, Versicherungen und Finanzinvestoren, dafür aber Franchise-Betriebe der Fastfood-Ketten. Insgesamt gibt die AmCham mit ihren 3000 Mitgliedern die Zahl der in Deutschland tätigen Firmen mit überwiegend US-amerikanischem Kapital zum Vorjahr unverändert mit 2200 an.

Quelle: n-tv.de

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