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Schmutzige Tricks beim Autoabsatz?: US-Händler verklagt Fiat Chrysler

Die Serie an beunruhigenden Nachrichten aus der Automobilindustrie reißt nicht ab: In den USA sieht sich der italienisch-amerikanische Hersteller Fiat Chrysler mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Der Aktienkurs sackt zweistellig ab.

Dem Autokonzern Fiat Chrysler droht massiver Ärger: Ein US-Autohändler hat den Pkw-Hersteller wegen angeblich manipulierter Verkaufszahlen verklagt. Fiat Chrysler bestätigte entsprechende Gerüchte: Der Autobauer erklärte, Kenntnis von der Klage zu haben. Das entsprechende Schriftstück sei aber noch nicht eingegangen.

Medienberichten zufolge werfen die Anwälte des Autohändlers dem Konzern vor, Geldzahlungen angeboten zu haben, wenn er auch jene Wagen als "verkauft" auflistet, die er nicht losschlagen konnte. Fiat Chrysler gehe davon aus, dass die Klage keine Aussicht auf Erfolg habe.

Erste Details zu den Vorwürfen hatte die Branchenwebsite "Automotive News" veröffentlicht. Am Aktienmarkt reagierten Anleger extrem vorsichtig: An der Börse in Mailand rutschte die Fiat-Aktie scharf ab und musste vorübergehend vom Handel ausgesetzt werden. In den Spitze lag sie zeitweise knapp zehn Prozent im Minus.

Fegefeuer im Autobau

"Die Nachrichten kommen zur Unzeit", meinte ein Händler des Finanzhauses Mediobanca Securities. Generell seien Automobilaktien derzeit bereits durch den Abgasskandal bei Volkswagen in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Markt sei nervös und reagiere womöglich überzogen.

Zur jüngsten Unruhe trugen auch neue Meldungen aus Frankreich bei: Vier Monate nach Bekanntwerden des VW-Abgasskandals sind die Behörden auch bei Renault zu einer Razzia angerückt. Die laufenden Tests ergaben laut Renault bislang keine Hinweise auf manipulierte Abgaswerte. Dennoch geriet der Aktienkurs von Renault zeitweise massiv unter Druck.

Quelle: n-tv.de

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