Freitag, 14. August 2009
Ende der Rezession?: US-Industrie über Erwartungen
Die Industrie in den USA hat ihre Produktion im Juli überraschend deutlich gesteigert und damit Hoffnung auf ein Ende der Rezession genährt. Die Unternehmen stellten 0,5 Prozent mehr her als im Vormonat, wie die US-Notenbank mitteilte.
Es darf in den USA wieder gehofft werden.
(Foto: picture-alliance / dpa)
Das war erst der zweite Anstieg seit Dezember 2007, als die Rezession ihren Anfang nahm. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von lediglich 0,3 Prozent gerechnet. Im Juni hatte es noch ein Minus von 0,4 Prozent gegeben.
Angekurbelt wurde die Produktion allein von den Autoherstellern. Sie verzeichneten wegen der staatlichen Abwrackprämie für Altautos eine stärkere Nachfrage. Die US-Regierung stellt dafür drei Mrd. Dollar bereit. Ohne die Autoindustrie wäre die Produktion um 0,1 Prozent gesunken.
Preise gehen weiter runter
Unterdessen haben billigere Energie und Lebensmittel die Verbraucherpreise in den USA und in der Euro-Zone kräftig nach unten gedrückt. Verglichen mit dem Vorjahr sanken die Lebenshaltungskosten in den USA um 2,1 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington. Das ist der stärkste Preisverfall seit Januar 1950.
In der Euro-Zone lag das Minus laut der Statistikbehörde Eurostat bei 0,7 Prozent und war damit sogar noch etwas größer als in einer ersten Schätzung angenommen. Noch nie in der Geschichte des Währungsraums waren die Preise so stark gefallen. Experten halten aber Sorgen vor einer Deflation für unbegründet. Spätestens bis Jahresende sei mit einer Rückkehr der Inflation zu rechnen.
wne/rts
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