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Die Wirtschaft wächst: Trotzdem steigen die Preise in den USA nur mühsam.
Die Wirtschaft wächst: Trotzdem steigen die Preise in den USA nur mühsam.(Foto: picture alliance / dpa)

Hindernis für Zinswende: US-Inflation stagniert

Für morgen erwarten die Finanzmärkte die erste US-Leitzinserhöhung seit Jahren. Die US-Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Dennoch könnten die Notenbanker zögern. Denn die Inflation ist immer noch viel zu niedrig.

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In den USA baut sich weiterhin kein nachhaltiger Preisdruck auf. Im November stagnierten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, wurde die für den Oktober gemeldete Preisentwicklung von plus 0,2 Prozent bestätigt. Im Jahresvergleich lag die Teuerung im November bei 0,5 Prozent. 

Für die sogenannte Kernteuerung, die die besonders volatilen Preise für Energie und Lebensmittel außen vor lässt, wurde für November ebenfalls ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gemeldet.

Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise in der Gesamtrate den Angaben zufolge um 0,5 Prozent. In der Kernrate ergab sich ein Zuwachs von 2,0 Prozent. Der angepeilte Zielbereich der US-Notenbank für die Jahresteuerung liegt bei rund 2 Prozent.

Seit Monaten bereitet die US-Notenbank die Abkehr von der Nullzinspolitik vor, und am Mittwoch dürfte es so weit sein. Mit Ausnahme der Inflation stützen die meisten Indikatoren eine Straffung der Geldpolitik: Der Arbeitsmarkt brummt und die Wirtschaft wächst, nur die Preise - und damit auch Löhne und Gehälter - steigen nur mühsam. Der Zinspfad der Fed dürfte in den nächsten Monaten daher eher flach ausfallen, um eine Deflation zu vermeiden.

Quelle: n-tv.de

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