Mittwoch, 10. Juni 2009
Mit Verschuldung steigen Zinsen: US-Staatsanleihen gefragt
Die Bonitäts-Bestnote für die USA von AAA ist in Gefahr - das kostet.
(Foto: REUTERS)
Angesichts der explodierenden Staatsverschuldung zahlen die USA den Abnehmern von Staatsanleihen so hohe Zinsen wie seit langem nicht.
Bei der jüngsten Aktion bot das Finanzministerium zehnjährige Treasuries mit einer Verzinsung von 3,99 Prozent an - so viel wie seit August 2008 nicht mehr. In der Folge sei die Nachfrage nach den Staatspapieren groß gewesen, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Börsianer fürchten, Investoren könnten ihr Geld angesichts der höheren Verzinsung künftiger mehr in Staatsanleihen statt in Aktien investieren. Die Kurse an der Wall Street rutschten nach der Bekanntgabe der Auktions-Ergebnisse weiter ins Minus.
Es war die erste Auktion von langläufigen US-Staatsanleihen nach dem Aufkommen von Spekulationen, die Vereinigten Staaten könnten wegen der hohen Staatsverschuldung ihre Bonitäts-Bestnote "AAA" verlieren. Auslöser war, dass die Ratingagentur S&P im Mai ihren Ausblick für Großbritannien auf "negativ" senkte und Befürchtungen auslöste, die britische Bestnote "AAA" sei in Gefahr. Die USA und Großbritannien leiden derzeit wie viele Staaten unter geringeren Steuereinnahmen wegen der Rezession und deutlich gestiegenen Ausgaben für Programme zur Belebung der Konjunktur.
rts
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