Wirtschaft

Qualmende HochöfenUS Steel weckt Hoffnungen

27.10.2009, 19:45 Uhr

US Steel, der größte Stahlkonzern der Vereinigten Staaten kann den Abwärtstrend im dritten Quartal stoppen. Der Verlust fällt geringer aus als erwartet. Damit ist klar: Auch in den USA zieht die Stahlproduktion wieder kräftig an.

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Stahlwerk am Ontariosee: US-Steel-Chef John Surma bleibt vorsichtig. (Foto: REUTERS)

Unter dem Strich stand ein Minus von 303 Mio. Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in Pittsburgh mitteilte. Vor einem Jahr hatte US Steel noch einen Überschuss von 919 Mio. Dollar erzielt.

Von Juli bis September lag die abgesetzte Stahlmenge mit 4,2 Mio. Tonnen 41 Prozent über dem zweiten Jahresviertel. Der Umsatz stieg etwas langsamer um 32 Prozent auf 2,8 Mrd. Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 7,3 Mrd. Dollar.

Allerdings blieb Vorstandschef John Surma für die weitere Entwicklung vorsichtig. Zuletzt sei die Nachfrage der Verbraucher auch aufgrund saisonaler Effekte wieder etwas gesunken. US Steel bleibe darauf eingestellt, die Kapazität an diese Schwankungen anpassen zu können und angeblasene Hochöfen wieder herunterzufahren.

Im vierten Quartal sei lediglich beim Flachstahl dank der sich etwas erholenden Automarkts in den USA mit einer weiteren Steigerung der Nachfrage zu rechnen. Das Europa- sowie das Röhren-Geschäft sollen im Vergleich zum abgelaufenen Quartal stagnieren.

Dagegen präsentierte Konkurrent AK Steel nach zwei Verlustquartalen wieder einen Überschuss. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 6,2 Mio. Dollar, wie das Unternehmen am Firmensitz in West Chester im US-Bundesstaat Ohio mitteilte. Für das vierte Quartal gab sich der Vorstand zuversichtlich, mehr Stahl als im dritten Jahresviertel zu verkaufen.

Quelle: dpa