Nicht mehr so viel SchwungUS-Wachstum hält an
Im ersten Quartal ist die US-Wirtschaft auf einem etwas gemächlicherem Wachstumskurs. Sie wächst um 3,2 Prozent und damit etwas weniger als erwartet. Dennoch zeigen die ökonomischen Kennziffern der Vereinigten Staaten kontinuierlich nach oben.
Die US-Wirtschaft hat in den ersten drei Monaten 2010 erwartungsgemäß an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Januar bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,2 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Analysten hatten mit 3,4 Prozent gerechnet.
Im vierten Quartal hatte es mit 5,6 Prozent noch den stärksten Zuwachs seit mehr als sechs Jahren gegeben. Der Internationale Währungsfonds sagt der weltgrößten Volkswirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 3,1 Prozent voraus.
Damit würde der Einbruch aus dem Krisenjahr 2009 mehr als wettgemacht, als es mit 2,4 Prozent den stärksten Rückgang seit 1946 gegeben hatte. Zum Vergleich: Für Deutschland rechnet der IWF mit einem Plus von 1,2 Prozent nach einem Minus von 5,0 Prozent im vergangenen Jahr.
Trotz des Wachstumsdämpfers hat sich die US-Wirtschaft seit vergangenem Sommer spürbar von der schweren Rezession erholt. Bis zum dritten Quartal 2009 war die US-Wirtschaft vier Quartale in Folge geschrumpft. Der Einbruch - Resultat der Finanzkrise - war die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte.