Wirtschaft
Barack Obama ist nicht nur der Helfer in der Not...
Barack Obama ist nicht nur der Helfer in der Not...(Foto: REUTERS)

Gute Nachricht für Obama: US-Wirtschaft schafft Jobs

Diese Zahlen kommen für US-Präsident Obama genau zur richtigen Zeit: In den USA wurden im Oktober so viele Jobs geschaffen wie seit Monaten nicht mehr. Und mit etwas Glück bleibt die Arbeitslosenquote unter den gefürchteten acht Prozent. Denn mit Zahlen über dieser Quote ist noch kein Präsident im Weißen Haus geblieben.

Vorteil Barack Obama: In den letzten Tagen des Wahlkampfs kann der US-Präsident nicht nur als beschützender Landesvater auftrumpfen -  auch vom Arbeitsmarkt kommen überraschend gute Zahlen: Die US-Wirtschaft hat im Oktober so viele Jobs geschaffen wie seit acht Monaten nicht mehr.

Auch in Sachen Arbeitsmarkt kann er Mitt Romney die Stirn bieten.
Auch in Sachen Arbeitsmarkt kann er Mitt Romney die Stirn bieten.(Foto: AP)

Ihre Zahl legte um 158.000 zu, teilte die private Arbeitsvermittlung ADP mit. Das war der stärkste Zuwachs seit Februar. Ökonomen hatten lediglich mit 135.000 gerechnet. Im September wurden korrigierten Angaben zufolge 114.000 neue Stellen geschaffen, nachdem zunächst von einem Plus von 162.000 die Rede gewesen war. Wegen des Sturms "Sandy" wurden die Daten für New Jersey und die Hauptstadt Washington geschätzt.

In der zurückliegen Wochen stellten 363.000 Amerikaner erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe – 9.000 weniger als in der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Analysten hatten mit 370.000 gerechnet. Der Vier-Wochen-Schnitt sank auf 367.250.

Die Zahlen sind vielleicht absolut genommen nicht überragend hoch und die Korrektur im September wenig erfreulich, doch die Tendenz wird den Wählern im Gedächtnis bleiben: Ökonomen zufolge deuten Werte unter 400.000 bei den Arbeitslosenanträgen auf eine steigende Beschäftigung hin.

Wahlentscheidende Zahlen

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt spielt eine entscheidende Rolle im Präsidentschafts-Wahlkampf zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney. Wären die Zahlen unter den Erwartungen geblieben, hätten sie Romney eine Steilvorlage geliefert. Bislang ist noch nie ein Präsident wiedergewählt worden, wenn die Arbeitslosenquote über acht Prozent lag.

Im September war die Arbeitslosenquote mit 7,8 Prozent auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren gefallen. Für Oktober wird ein Anstieg auf 7,9 Prozent erwartet. Die Daten werden an diesem Freitag veröffentlicht - also kurz vor der Wahl am Dienstag. Einer Umfrage des Karriereportals Beyond.com zufolge sind die Beschäftigten mehrheitlich für Obama. Die Arbeitslosen bevorzugen aber Romney.

Quelle: n-tv.de

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