Wirtschaft
Dominique Strauss-Kahn wagt den Neuanfang in der Ukraine.
Dominique Strauss-Kahn wagt den Neuanfang in der Ukraine.(Foto: REUTERS)

Ex-IWF-Chef als Berater: Ukrainische Bank holt Strauss-Kahn

Dominique Strauss-Kahn hat einen neuen Job. Der Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds, der 2011 seinen Posten wegen einer Sex-Affäre räumen musste, rückt in den Aufsichtsrat einer ukrainischen Bank.

Die ukrainische Bank Kredit Dnipro hat den Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, in ihren Aufsichtsrat geholt. Wie die ukrainische Zeitung "Komsomolskaja Prawda" berichtet, arbeitet der Franzose künftig neben fünf weiteren internationalen Finanzexperten als Berater für das Geldhaus. Die Bankdirektorin Jelena Malinskaja bezeichnete den Schritt als eine "großartige Möglichkeit", sich mit der "einzigartigen Erfahrung" der ranghohen Ökonomen Unterstützung zu holen.

Die Kredit Dnipro war 1993 gegründet worden und hat nur einen einzigen Aktionär: eine Firma, die dem Großunternehmer und Milliardär Viktor Pintschuk gehört. Er ist der Schwiegersohn von Ex-Präsident Leonid Kutschma und gilt nach Rinat Achmetow als zweitreichster Mann der Ukraine.

Strauss-Kahn war im Mai 2011nach Vergewaltigungsvorwürfen von seinem Chefposten beim IWF zurückgetreten. Seine Ambitionen als möglicher französischer Präsidentschaftskandidat musste er nach dem Skandal begraben. Im November 2014 hatte zudem die Luxemburger Investmentfirma des ehemaligen IWF-Chefs Insolvenz angemeldet. Vergangenes Jahr begann dann ein Prozess gegen Strauss-Kahn wegen des Vorwurfs der Zuhälterei.

Der 66-Jährige war verdächtigt worden, an der Organisation von illegalen Sex-Partys beteiligt gewesen zu sein. Mitte Juni war er von einem Gericht in Lille freigesprochen worden. Er habe sich mit seiner Teilnahme an Sexpartys mit Prostituierten nicht strafbar gemacht, entschied ein Gericht im französischen Lille.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen