Montag, 26. Oktober 2009
Gewinn fast stabil: Umsatzeinbruch bei MTU
MTU hat das Kunststück geschafft trotz eines Umsatzeinbruchs den gewinn fast stabil zu halten. Als Belohnung steigt der Aktienkurs.Der Triebwerkshersteller MTU hat seinen Gewinn trotz eines Umsatzeinbruchs fast stabil gehalten. Die Erlöse gingen im dritten Quartal wegen des schwachen US-Dollars und weniger Triebwerksverkäufen allerdings um gut ein Fünftel zurück. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand nun ebenfalls mit geringeren Erlösen, hält jedoch an seinem Gewinnziel fest. Die MTU-Aktie legte am Morgen um 1,12 Prozent auf 32,45 Euro zu und lag damit im oberen Fünftel des MDax.
Durch Dollarkurs und Verschiebungen innerhalb der Umsatzträger seien die Erwartung eines stabilen Erlöses nicht vollständig aufrechtzuerhalten, sagte MTU-Chef Egon Behle. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand nun statt eines Anstiegs einen Umsatzrückgang auf 2,6 Milliarden Euro. Der Überschuss soll wie im Frühjahr angekündigt wegen erhöhter Entwicklungsausgaben auf 140 Millionen Euro sinken. Die Dividende will der Vorstand am Konzernüberschuss bemessen.
Auftragsbücher prall gefüllt
Im dritten Quartal drückten der Dollar und der schwächelnde Triebwerksverkauf auf den Umsatz. Die Erlöse brachen um ein Fünftel auf 578,9 Millionen Euro ein. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um ein Zehntel auf 73,7 Millionen Euro. Der Überschuss blieb mit 37,7 Millionen Euro fast stabil.
Der Umsatzeinbruch traf sowohl das Geschäft mit zivilen Triebwerken als auch die Wartungssparte. Während der Triebwerksverkauf 29 Prozent einbüßte, betrug der Rückgang bei der Wartung 21 Prozent. Einzig bei den Antrieben für Militärflugzeuge konnte MTU um 5,6 Prozent zulegen. Auf die ersten neun Monate gerechnet, blieb der Konzernumsatz mit 1,95 Milliarden Euro allerdings nahezu stabil, nachdem das Unternehmen im ersten Halbjahr kräftige Zuwächse verbucht hatte.
Auch über fehlende Aufträge kann sich MTU derzeit nicht beklagen. Der Auftragsbestand wuchs seit Jahresbeginn um 1,3 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.
mme/rts
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