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Piëchs und Porsches lenken ein: VW-Dividendenstreit ist vom Tisch

Bei VW wird es keine Null-Dividende geben. Die sich bislang querstellenden Familien Piëch und Porsche reagieren auf die neue Konzernstrategie und geben ihren Widerstand auf. Sie sind nun für eine geringstmögliche Dividendenzahlung.

Die Familien Piëch und Porsche streben einem Zeitungsbericht zufolge keine Null-Dividende bei Volkswagen an. Angesichts der neuen VW-Strategie 2025 sei das "Thema vom Tisch", erklärten die VW-Aufsichtsräte Hans Michel Piëch und Wolfgang Porsche der "Bild"-Zeitung.

"VW sollte aktuell möglichst viel Geld im Unternehmen belassen, um die Dieselthematik zu bewältigen und gleichzeitig die notwendigen Zukunftsinvestitionen finanzieren zu können", erklärten Piëch und Porsche, die auch dem Aufsichtsrat der Porsche SE angehören. "Folgerichtig haben wir uns auch für eine geringstmögliche Dividendenzahlung ausgesprochen."

Die Aufsichtsräte erklärten weiter: "Dabei ging es uns ausschließlich um die Zukunft von VW, das heißt, um grundlegende Weichenstellungen. Diese werden nun mit der Strategie 2025 eingeleitet, insofern ist das Thema vom Tisch."

Der VW-Kontrollrat hatte Ende April gegen die Stimmen der Familien beschlossen, den Aktionären trotz des höchsten Verlusts in der Unternehmensgeschichte im Zuge des Dieselskandals eine Minidividende von elf Cent je Stamm- und 17 Cent je Vorzugsaktie vorzuschlagen. Im Vorjahr waren an die Eigner noch 4,80 je Stamm- und 4,86 Euro zu Vorzugsaktie gezahlt worden.

Über die Porsche SE halten die Familien Porsche und Piëch gut 52 Prozent der Stimmrechte. Insider hatten gesagt, für den kommenden Montag sei eine Sitzung des Aufsichtsrats der Porsche SE anberaumt, auf der das Abstimmungsverhalten für die am 22. Juni angesetzte VW-Hauptversammlung festgelegt werden solle. Sollte schon vorher eine Einigung erzielt werden, könne die Aufsichtsratssitzung auch entfallen.

Quelle: n-tv.de

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