Wirtschaft
Die Wolken über dem VW-Werk lichten sich - auch für die Mitarbeiter: Sie erhalten trotz Abgas-Affäre einen Bonus.
Die Wolken über dem VW-Werk lichten sich - auch für die Mitarbeiter: Sie erhalten trotz Abgas-Affäre einen Bonus.(Foto: dpa)

Bonus trotz Abgas-Affäre: VW-Mitarbeiter erhalten Anerkennungsprämie

Für die Bewältigung der Abgas-Affäre legt VW mehrere Milliarden Euro zur Seite. Die im Tarifvertrag vereinbarte Bonuszahlung für Mitarbeiter gilt deswegen lange Zeit als hinfällig. Jetzt haben sich Vorstand und Betriebsrat doch auf eine Prämie geeinigt.

Die Mitarbeiter von VW erhalten trotz der milliardenschweren Belastungen durch die Abgas-Affäre auch für das Jahr 2015 einen Bonus. Konzern-Chef Matthias Müller und Betriebsratschef Bernd Osterloh haben sich auf eine sogenannte "Anerkennungsprämie" geeinigt. Die genaue Höhe der Summe stehe jedoch noch nicht fest, steht in der Mitarbeiterzeitschrift "Mitbestimmen", die an diesem Donnerstag mit Beginn der Frühschicht verteilt wurde.  

Osterloh und Müller begründen die "Anerkennungsprämie" demnach mit einer herausragenden Leistung der Mitarbeiter voll Mehrarbeit und Sonderschichten, aber auch mit dem Einstehen der Belegschaft für VW in den schwierigen Zeiten des weltweiten Abgas-Skandals.  Zur Summe der Prämie sagte Osterloh: "Über die konkrete Höhe müssen wir uns in weiteren Gesprächen verständigen." Der Bonus soll mit dem Mai-Entgelt 2016 ausgezahlt werden.

Der Haustarifvertrag sieht bei den 120.000 Mitarbeitern eine Gewinnbeteiligung bei der Kernmarke VW-Pkw vor. Die steckt wegen Rückstellungen für die Abgas-Affäre derzeit tief in den roten Zahlen. 6,7 Milliarden Euro hat Volkswagen bisher für die Bewältigung der Krise zur Seite gelegt. Wie viel die Affäre den Konzern am Ende kosten wird, ist noch unklar: In den USA sind zahlreiche Sammelklagen eingereicht worden.

Für das Jahr 2014 hatten die VW-Mitarbeiter eine reguläre Erfolgsbeteiligung von 5900 Euro pro Kopf erhalten. Der Haustarif gilt für die sechs westdeutschen Werke Braunschweig, Emden, Hannover, Kassel, Salzgitter und Wolfsburg sowie für die VW-Bank.

Quelle: n-tv.de

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