Wirtschaft
45 Prozent aller Fahrzeuge der Marke Volkswagen werden in China verkauft.
45 Prozent aller Fahrzeuge der Marke Volkswagen werden in China verkauft.(Foto: picture alliance / dpa)

Schwache Absatzzahlen: VW gerät global zunehmend unter Druck

Der Volkswagen-Konzern verkauft immer weniger Fahrzeuge seiner Kernmarke VW, auch das sonst so starke China enttäuscht. Den US-Markt, bereits seit längerem ein Sorgenkind, soll indes ein neues Modell beleben.

Die Marke Volkswagen gerät angesichts der schwierigen Marktlage in mehreren Regionen der Welt zunehmend unter Druck: Die Kernmarke des VW-Konzerns hat im November mit 508.400 Autos 4 Prozent weniger Fahrzeuge an ihre Kunden übergeben als noch im gleichen Monat des Vorjahres. Volkswagen selbst führte die Entwicklung vor allem auf die Entwicklung in Osteuropa und Südamerika zurück. Die Auslieferungen der Massenmarke waren schon im Oktober leicht zurückgegangen. Vertriebschef Christian Klingler erklärte den Rückgang außerdem mit dem Modellwechsel beim Passat. Die Limousine war im November in neuer Generation in die Autohäuser gerollt.

Doch vor allem im Einzelmarkt China, der inzwischen 45 Prozent aller Verkäufe der Marke ausmacht, gab es abermals einen Dämpfer - jedoch auf hohem Niveau. Das Jahresplus im Reich der Mitte sackte von 13,8 Prozent per Oktober auf 11,9 Prozent per November. In China dürfte der Absatz nach Berechnungen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX im Einzelmonat November sogar gesunken sein - ein ungewohntes Bild. Volkswagen selbst veröffentlicht für Einzelmärkte keine Monatszahlen. Bereits im Oktober hatte es in China nur noch ein Mini-Plus gegeben. In der globalen Gesamtrechnung liegt VW-Pkw nach elf Monaten trotz des sichtbaren November-Dämpfers noch 2,0 Prozent im Plus. Ende Oktober hatte der Jahreszuwachs allerdings noch 2,6 Prozent betragen.

Neuer SUV geplant

Auch in den USA schrumpfte der Absatz in den ersten elf Monaten des Jahres, der für den US-Geschmack entwickelte Passat verkauft sich nicht mehr so gut. Inzwischen steigen die Verkaufszahlen zwar dank des optisch aufgefrischten Kompaktmodells Jetta wieder leicht, jedoch liegt VW in Nordamerika noch hinter seinen Zielen. Von Januar bis November schrumpfte der US-Absatz um elf Prozent auf 333.000 Fahrzeuge.

Mit sportlichen Geländewagen (SUV) soll zumindest in den USA verlorenes Terrain zurückgewonnen werden. Auf der Automesse Anfang Januar in Detroit werde der Wolfsburger Konzern die Studie eines SUV mit fünf Sitzplätzen zeigen, verrieten zwei Insider. Das Modell sei eine Variante des geplanten siebensitzigen Geländewagens mit dem Arbeitstitel Cross-Blue, dessen Produktion Ende 2016 beginnen soll. Ein VW-Sprecher sagte, auf der Detroiter Autoschau solle ein Konzept-SUV präsentiert werden, nannte aber keine Details.

Quelle: n-tv.de

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