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US-Umweltbehörde bleibt hart: VW muss wohl Dieselfahrzeuge zurückkaufen

Eigentlich will Volkwagen im Zuge des Abgasskandals in den USA seine Dieselfahrzeuge lediglich mit Soft- und Hardwareupdates nachrüsten - das aber sei gerade bei älteren Wagen nicht so einfach möglich, argumentiert Carb-Chefin Nichols.

Der VW-Konzern muss sich einem Medienbericht zufolge darauf einstellen, einen Teil der von dem Abgasskandal betroffenen Dieselfahrzeuge in den USA zurückzukaufen. Das Nachrüsten älterer Fahrzeuge funktioniere oft nicht so gut wie geplant, sagte Mary Nichols, die Chefin der kalifornischen Umweltbehörde Carb, dem "Handelsblatt". "Deshalb denke ich, es ist ziemlich wahrscheinlich, dass VW wenigstens einen Teil der Flotte von den Besitzern zurückkaufen muss."

Insgesamt seien drei Generationen von Fahrzeugen mit der Schummelsoftware ausgestattet. "Es scheint, als ob die jüngste Generation mit einer neuen Software zurück zu den vorgeschriebenen Emissionsstandards gebracht werden kann", sagte Nichols. "Die mittlere Generation dürfte zusätzlich zur Software auch eine Hardware-Komponente erfordern. Und die ältesten Autos, die der ersten Generation, könnten nachgerüstet werden müssen."

Die Carb-Chefin fordert die Wolfsburger zudem auf, ein Umweltkonzept vorzulegen, das die zusätzlichen Emissionen der Fahrzeuge kompensiert. "Was uns im Moment Sorgen macht, ist, dass der Umweltaspekt nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die wir uns wünschen würden", kritisiert Nichols. "Ganzseitige Anzeigen in der Zeitung zu schalten und den Kunden 1000 Dollar anzubieten, ist ja nett. Aber das ist noch nicht einmal ansatzweise genug, um das Ausmaß des Schadens zu thematisieren."

VW hatte im September zugegeben, dass in etwa elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Anfang November gestand das Wolfsburger Unternehmen zudem ein, dass bei vermutlich rund 800.000 seiner Autos der tatsächliche Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 höher ist als angegeben.

Quelle: n-tv.de

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