Wirtschaft
Chinas Automarkt wächst seit Jahren.
Chinas Automarkt wächst seit Jahren.(Foto: REUTERS)

Das Dutzend ist schon voll: VW plant weitere China-Werke

2011 werden in China 2,26 Millionen Autos verkauft. Volkswagen will dort bis 2018 jährlich 4 Millionen Fahrzeuge herstellen, um vom Boom auf dem Riesenmarkt noch stärker zu profitieren. Dazu prüft Europas Branchenprimus den Bau neuer Fabriken. Das nötige Kleingeld steht bereit.

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Der VW-Konzern will sein Netz eigener Standorte im Riesenmarkt China noch enger knüpfen. "Auch in weiteren Orten prüft Volkswagen momentan Ansiedlungen und spricht mit den lokalen Behörden", hieß es aus der Zentrale in Wolfsburg. Berichte, nach denen in der Provinz Hunan für mehr als 500 Mio. Euro eine neue Montagefabrik geplant ist, wollte das Unternehmen nicht kommentieren. Beschlossen sei nichts. Nach Angaben der Provinzbehörden soll das Werk in der Stadt Changsha entstehen.

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Europas größter Autokonzern betreibt im Reich der Mitte derzeit zwölf Werke - teils auch zur Fertigung von Komponenten wie Motoren, Getrieben und Achsen. Auf der Webseite der Forschungsakademie für Umweltwissenschaften von Hunan heißt es, der neue Standort des Gemeinschaftsunternehmens mit der Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) werde eine Jahreskapazität von 300.000 Autos haben. Eine solche Niederlassung würde die Präsenz der Deutschen festigen, die seit langem mit den Partnern FAW und SAIC Autos bauen.

Erst Ende August hatte Volkswagen den Grundstein für ein Getriebewerk im nordchinesischen Tianjin gelegt. Rund 230 Mio. Euro fließen in das Projekt, Produktionsstart soll Ende 2014 sein. China ist für VW der wichtigste Einzelmarkt, 2011 wurden dort 2,26 Millionen Wagen verkauft. Der Konzern will in dem Land bis 2018 jährlich 4 Millionen Fahrzeuge herstellen können - ein Teil seiner Strategie, spätestens dann zum weltgrößten Autobauer aufzusteigen.

Ihr ungebrochener Expansionsdrang stellt die Wolfsburger aber auch vor manche Probleme. So soll ein Patentstreit die Gespräche überschatten, die über eine Fortsetzung der Kooperation mit FAW nach 2016 und ein mögliches Aufstocken der VW-Anteile über die 40-Prozent-Schwelle geführt werden. Nach Medienberichten soll FAW Konstruktionspläne für VW-Getriebe gestohlen haben, um diese ohne Rücksprache selbst zu fertigen. Die Niedersachsen beteuern, die Zusammenarbeit verlängern zu wollen.

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Quelle: n-tv.de

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