Kein Ende des BoomsVW verkauft sich gut
Die Geschäfte bei Volkswagen laufen rund. In den ersten acht Monaten des Jahres verkauft Europas größter Autokonzern erstmals mehr als drei Millionen Fahrzeuge. Kräftige Zuwächse verbucht VW dabei in sämtlichen wichtigen Vertriebsregionen.
Der Autoboom bei Europas größtem Hersteller Volkswagen bleibt ungebrochen. Bis Ende August konnte die Kernmarke VW ihre Verkäufe erneut kräftig steigern. Seit Anfang des Jahres lieferte der Konzern 3,34 Mio. Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Plus von 12,1 Prozent im Vergleich zu den ersten acht Monaten 2010. Auch im August selbst gelang Volkswagen ein satter Absatzzuwachs um 9,5 Prozent. Über 389.000 Wagen mit dem VW-Emblem wurden weltweit an die Kunden übergeben.
Vertriebschef Christian Klingler erklärte, zum ersten Mal seien nach zwei Dritteln eines Jahres deutlich mehr als drei Mio. Autos verkauft worden. Wegen der konjunkturellen Abkühlung in einigen Ländern mahnte der Manager aber zur Vorsicht: "Trotzdem beobachten wir die Entwicklungen auf den weltweiten Automobilmärkten sehr genau." 2011 will VW im Gesamtkonzern die Schwelle von acht Mio. Fahrzeugen knacken, Ende Juni war schon über die Hälfte erreicht.
Starke Zuwächse
Die Märkte in Osteuropa, Asien und den USA legten zwischen Januar und August am stärksten zu. In Russland konnte Volkswagen die Zahl der ausgelieferten Autos mehr als verdoppeln, absolut gesehen blieb sie mit knapp 67.000 aber noch auf einem vergleichsweise geringen Niveau. In Zentral- und Osteuropa betrug das Plus über 45 Prozent.
In den Vereinigten Staaten, wo Volkswagen im Mai das neue Werk Chattanooga (Bundesstaat Tennessee) eröffnet hatte, wurden fast 22 Prozent mehr Autos an die Kunden gebracht. Der wichtigste Einzelmarkt China wuchs um 11,3 Prozent, hier verkaufte die Marke VW-Pkw innerhalb von acht Monaten mehr als 1,1 Mio. Fahrzeuge.
Etwas schwächer, aber immer noch deutlich fiel die Steigerung auf dem deutschen Heimatmarkt aus. Bis Ende August konnte VW knapp 400.000 Autos ausliefern (plus 9 Prozent). In ganz Westeuropa außer Deutschland waren es 3,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.