Wirtschaft
In Deutschland wird weiter ordentlich konsumiert.
In Deutschland wird weiter ordentlich konsumiert.(Foto: dpa)

Konsumstimmung steigt: Verbraucher bleiben entspannt

Die deutschen Verbraucher in Deutschland blicken angesichts der besseren Konjunkturaussichten optimistisch in die Zukunft. Das Konsumklima dürfte sich auch im März aufhellen, teilte die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu ihrer Umfrage unter 2000 Verbrauchern mit. Die Forscher sagen einen Anstieg des Barometers um 0,1 auf 5,9 Punkte vorher - das ist der höchste Stand seit November 2012.

Die Konsumenten gingen davon aus, dass die Wirtschaft in den kommenden Monaten anziehen werde, schrieben die Experten. "Unter diesen Voraussetzungen bestehen gute Chancen, dass der Konsum auch 2013 zu einer wichtigen Säule der Konjunktur wird."

Die GfK rechnet mit einem Anstieg des privaten Verbrauchs um ein Prozent, die Wirtschaftsleistung insgesamt dürfte mit 0,8 Prozent weniger stark zulegen. "Damit dürfte der Konsum einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Konjunkturentwicklung leisten", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibe jedoch die Schuldenkrise in Europa, die sich nach der Protestwahl in Italien wieder verschärfen könnte. "Negative Auswirkungen auf die Verbraucherstimmung sind nicht ausgeschlossen", sagte Bürkl. Auswirkungen könnten sich im Konsumklima für April zeigen.

Wendepunkt erreicht?

Zuletzt signalisierten aber auch andere Frühindikatoren eine Konjunkturbelebung. So hellte sich die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen im Februar den vierten Monat in Folge auf und ist nun so gut wie seit zehn Monaten nicht mehr. Es sehe so aus, als ob ein Wendepunkt bei den Konjunkturaussichten erreicht sei, sagte Bürkl. Das Barometer stieg im Februar um 8,8 Punkte auf minus 2,5 Zähler.

Dabei spiele die vergleichsweise gute Lage am Arbeitsmarkt eine Rolle: Die Arbeitslosigkeit ist zwar derzeit so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr, dabei spielen aber vor allem saisonale Effekte eine Rolle. Analysten gehen davon aus, dass im Februar ungefähr 3,2 Millionen Menschen ohne festen Job waren, nach 3,138 Millionen im Januar. Allerdings habe sich in den Januar-Zahlen der kalte Winter nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch nicht widergespiegelt, das dürfte im Februar nachgeholt werden. Die Einkommenserwartung der Verbraucher gab um 4,2 Punkte nach, lag mit 31,8 Zählern aber weiter auf einem hohen Niveau.

Beflügelt werde der private Konsum zudem von den niedrigen Bankzinsen, sagte Bürkl: Weil die Verbraucher nach wie vor skeptisch seien, was die Stabilität des Euro angehe, investierten sie ihre finanziellen Mittel tendenziell eher in werthaltige Anschaffungen als sie gegen historisch niedrige Zinsen auf die Bank zu legen. Die Sparquote sank zum Jahresende 2012 auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Das Barometer für die Anschaffungsneigung stieg um 1,7 auf 37 Zähler und damit den höchsten Wert seit März 2012.

Quelle: n-tv.de

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