Wirtschaft
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Donnerstag, 29. Juni 2017

Konsumklima bessert sich weiter: Verbraucher glauben an den Aufschwung

Die wirtschaftliche Entwicklung sorgt auch im Juni für gute Stimmung bei den Verbrauchern. Besonders die Einkommenserwartung peilt einen rekordverdächtigen Wert an.

So zufrieden mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und der eigenen Einkommenserwartung wie in diesem Juni waren die Bundesbürger zuletzt 1991. Das belegen die Ergebnisse aus der aktuellen Konsumklimastudie des Marktforschungsinstituts GfK. Das von ihnen gemessene Konsumklima stieg von Mai bis Juni auf 10,4 Punkte und soll sich im Juli nochmals um 0,2 Punkte steigern. "Damit befindet sich die Konsumstimmung in Deutschland weiterhin klar im Aufwind", sagte GfK-Fachmann Rolf Bürkl.

Insbesondere die Einkommenserwartung der Deutschen stieg laut GfK auf den höchsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung. Seit Beginn der Erhebung in Gesamtdeutschland 1991 ist demnach noch nie ein besserer Wert gemessen worden. Die Aussichten auf eine gute Einkommensentwicklung stützen sich bei den Konsumenten vorwiegend auf die "exzellente Verfassung" des Arbeitsmarktes. Allein die Anzahl der Erwerbstätigen soll in diesem Jahr um mehr als eine halbe Million steigen, während im Gegenzug die Arbeitslosigkeit weiter zurückgeht.

Die Konjunkturaussichten der Deutschen stiegen im Juni zum vierten Mal in Folge auf ein Drei-Jahres-Hoch. Zuletzt wurde im Juli 2014 ein besserer Wert gemessen. Laut GfK rechnen die Verbraucher damit, dass der "Aufschwung in Deutschland trotz weltwirtschaftlicher Risiken an Dynamik gewinnt". Mögliche Handelsbeschränkungen durch die US-Regierung oder die anstehenden Brexit-Verhandlungen haben demnach keine Auswirkung auf das Meinungsbild.

Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben. Sie basiert auf monatlich rund 2000 Interviews mit Verbrauchern. Hierbei werden Einzelpersonen nach Einkommens- und Konsumerwartungen auf Sicht von zwölf Monaten befragt. Darunter fallen dann auch deren Anschaffungs- und Sparneigung. Die Studie gilt daher sowohl als wichtiger Indikator für das Konsumverhalten deutscher Verbraucher als auch für die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands.

Quelle: n-tv.de

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