Wirtschaft

Ordentliches Wachstum im zweiten Quartal : Verbraucher stützen deutsche Wirtschaft

Die anziehende Binnennachfrage lässt die deutsche Wirtschaft auf festen Beinen stehen. Zudem steigert der deutsche Staat durch steigende Einnahmen seine Ausgaben. Zudem nehmen die Unternehmen mehr Geld in die Hand und steigern ihre Investitionen.

Bei den deutschen Konsumenten sitzt das Geld wieder lockerer.
Bei den deutschen Konsumenten sitzt das Geld wieder lockerer.(Foto: dpa)

Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr durchgestartet. Steigende Konsumausgaben und anziehende Investitionen trugen im zweiten Quartal zu einem Plus von 0,7 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Damit bestätigte das Statistische Bundesamt eine frühere Schätzung.

Insbesondere am Bau war nach dem kalten Winter viel Arbeit liegengeblieben, die dann nachgeholt wurde. Auch der Außenhandel lieferte einen positiven Wachstumsbeitrag. Nachdem die Wirtschaft zu Jahresbeginn stagnierte, stehen nun die Zeichen auf Aufschwung.

Eine Stütze des Wachstums bleiben die Verbraucher: Ihre privaten Konsumausgaben legten um 0,5 Prozent zu. Der stabile Arbeitsmarkt und steigende Einkommen sorgen dafür, dass bei den Konsumenten das Geld wieder lockerer sitzt als zu Zeiten der Krise. Der Staat steigerte seine Ausgaben im Jahr der Bundestagswahl sogar noch stärker als die Konsumenten: Hier schlug ein Plus von 0,6 Prozent zu Buche.

Investitionen ziehen an

Auch die Firmen nahmen erstmals seit fast zwei Jahren wieder mehr Geld in die Hand, um in Maschinen und ihren Fuhrpark zu investieren. Die entsprechenden Ausrüstungsinvestitionen zogen um 0,9 Prozent an. Es war das erste Plus seit dem dritten Quartal 2011. Die Bauinvestitionen zogen wegen des witterungsbedingten Nachholeffekts noch weit stärker an: Sie legten um 2,6 Prozent zu, der erste Anstieg seit dem dritten Quartal 2012.

Die Investitionen werden die Konjunktur nach Ansicht der Bundesbank aber vorerst kaum ankurbeln. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich das Wirtschaftswachstum aus ihrer Sicht "normalisieren und verstetigen". Die Kapazitäten der Firmen dürften zwar weiter gut ausgelastet sein. Es sei aber fraglich, ob dies ausreiche, die Investitionstätigkeit spürbar zu beleben, so die Bundesbank-Experten.

Quelle: n-tv.de

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