Wirtschaft
Das Nadelöhr im Flugverkehr: Wer abheben will, muss vorher durch die Sicherheitskontrollen (Archivbild).
Das Nadelöhr im Flugverkehr: Wer abheben will, muss vorher durch die Sicherheitskontrollen (Archivbild).(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Behinderungen an zwei Flughäfen: Verdi bestreikt Düsseldorf und Köln/Bonn

An gleich zwei der wichtigsten deutschen Verkehrsflughäfen müssen sich Flugreisende auf lange Schlangen und Verspätungen einstellen: An den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn legt das Sicherheitspersonal die Arbeit nieder.

Mehr als 150 Beschäftigte des Wach- und Sicherheitspersonals haben an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn ihre Arbeit niederlegt. Fluggäste müssen mit Verspätungen rechnen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Ausfälle seien aber nicht zu erwarten.

Betroffen von dem ganztägigen Warnstreik sind die Waren-, Fracht-, Bordkarten- und Personalkontrolle. Die Gewerkschaft fordert für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen eine Lohnerhöhung zwischen 1,50 und 2,50 Euro pro Stunde.

Üblicherweise wird Reisenden in vergleichbaren Fällen geraten, sich rechtzeitig vor dem Flug im Internet über den aktuellen Status ihrer Verbindungen zu informieren (dus.com / koeln-bonn-airport.de) und vor allem auch zusätzliche Wartezeiten beim Einchecken einzuplanen.

Weitere Streiks in Planung

Im Laufe der Woche will Verdi auch die Passagierkontrolle bestreiken. Dieser Warnstreik soll einen Tag zuvor angekündigt werden, um den Passagieren Umbuchungen zu ermöglichen. Ein schnelles Ende der aktuellen Streikwelle ist derzeit nicht abzusehen: Drei Verhandlungsrunden für die 34.000 Beschäftigten des Wach- und Sicherheitsgewerbes in Nordrhein-Westfalen waren bisher ohne Einigung geblieben.

Am vergangenen Freitag hatte die Gewerkschaft bereits das Sicherheitspersonal am Stuttgarter und am Hamburger Flughafen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Dort kam es zu Gedränge und langen Warteschlangen.

Quelle: n-tv.de

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