Wirtschaft
Zalando droht neuer Ärger: Die Gewerkschaft Verdi zieht vor Gericht, es geht um Missachtung von Mitarbeiterrechten.
Zalando droht neuer Ärger: Die Gewerkschaft Verdi zieht vor Gericht, es geht um Missachtung von Mitarbeiterrechten.(Foto: picture alliance / dpa)

Rechte von Mitarbeitern missachtet: Verdi klagt gegen Onlinehändler Zalando

Zalando droht einem Medienbericht zufolge neuer Ärger. Die Gewerkschaft Verdi zieht gegen das Onlineversandhaus vor Gericht. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe bei der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft Rechte von Mitarbeitern ignoriert.

Die Gewerkschaft Verdi zieht einem Bericht zufolge gegen den Onlinehändler Zalando vor Gericht. Verdi werfe dem Unternehmen vor, bei seiner Umwandlung in eine sogenannte Societas Europaea (SE), eine Rechtsform für Aktiengesellschaften in der EU, Mitarbeiter und Gewerkschaft nicht in ausreichendem Maße beteiligt zu haben, berichtete das "Manager Magazin".

Bereits Ende August habe die Gewerkschaft das Arbeitsgericht Berlin verständigt. Verdi äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht. Konkret geht es laut dem Magazin um eine Mitbestimmungsvereinbarung, die bei der Umwandlung des Unternehmens in eine SE von einem "besonderen Verhandlungsgremium" formuliert wird.

Die Wahl und Besetzung des Gremiums soll demnach bei Zalando gesetzeswidrig erfolgt sein. So seien etwa Mitarbeiter nicht korrekt darüber informiert worden. Verdi erwarte ein langwieriges Verfahren, da es sich um "juristisches Neuland" handle, zitiert das Magazin einen Anwalt der Gewerkschaft. Der Grund: Die Rechtsform SE gibt es erst seit 2004, Präzedenzfälle fehlten.

Quelle: n-tv.de

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