Wirtschaft
Lange Schlangen werden am Freitag am Düsseldorfer Flughafen die Regel sein.
Lange Schlangen werden am Freitag am Düsseldorfer Flughafen die Regel sein.(Foto: picture alliance / dpa)

Flughäfen in NRW betroffen: Verdi weitet Streiks aus

Flugreisende in Nordrhein-Westfalen müssen sich am Freitag erneut auf massive Behinderungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Die Gewerkschaft Verdi weitet im Tarifkonflikt des privaten Sicherheitsgewerbes die Streiks aus. Nicht nur die Kontrolleure an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn sollen am Freitag ganztägig die Arbeit niederlegen, sondern auch die Sicherheitskräfte des nordrhein-westfälischen Landtags, hieß es. In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere Ausstände an den beiden Airports für zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen gesorgt.

Nach mehreren erfolglosen Gesprächsrunden wollen Arbeitgeber und Gewerkschaft nach Angaben von Verdi am Montag wieder verhandeln. "Die Beschäftigten demonstrieren mit ihrem Ausstand noch einmal eindringlich ihre Entschlossenheit in diesem Tarifkonflikt. Wir erwarten am Montag den Durchbruch in den Verhandlungen und wollen vor den Osterferien einen neuen Tarifvertrag unterschreiben", meinte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker. Die Osterferien im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland beginnen am 25. März. Die Arbeitgeber hätten seit Dezember kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. "Montag muss der Knoten durchgeschlagen werden", sagte Becker.

Die Passagiere an den Flughäfen werden von sogenannten Luftsicherheitsassistenten kontrolliert - sie sind Angestellte von Firmen, die die Aufgabe im Auftrag der Bundespolizei übernehmen. Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe und erhalten in der Stunde 8,23 Euro. Verdi fordert zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro mehr pro Stunde. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt die Forderung "völlig überzogen".

Quelle: n-tv.de

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