Wirtschaft

Gute Nachricht aus den USA: Wachstum ist größer als angenommen

Die US-Wirtschaft ist in einem besseren Zustand als bislang angenommen. Damit wird eine Zinserhöhung der Federal Reserve im Dezember wahrscheinlicher. Es wäre die erste seit zehn Jahren.

Am New Yorker Time Square.
Am New Yorker Time Square.(Foto: picture alliance / dpa)

Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal 2015 mit einer höheren Rate gewachsen als zunächst ermittelt. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtete, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu.

Volkswirte hatten mit einem solchen Anstieg gerechnet, nachdem das Handelsministerium in einer ersten Schätzung ein Plus von 1,5 Prozent gemeldet hatte. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft um 3,9 Prozent gewachsen, im ersten Quartal war ein Zuwachs von 0,6 Prozent verzeichnet worden.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat in den vergangenen Wochen signalisiert, dass sie bei ihrem Ratstreffen am 15. und 16. Dezember auf eine Zinserhöhung zusteuert. Es wäre die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren. Für eine Zinswende machte Fed-Chefin Janet Yellen aber zur Bedingung, dass die Wirtschaft für eine geldpolitische Straffung stark genug und die Inflation auf dem Weg nach oben ist.

Die Aufwärtsrevision für das dritte Quartal ging hauptsächlich auf die Lagerveränderung zurück. Der Revision zufolge bremste sie das Gesamtwachstum nur um 0,6 Prozentpunkte, während vorläufig ein Wert von 1,4 Punkten genannt worden war.

Unternehmen mit schwächeren Gewinnen

Die Ergebnisentwicklung der Unternehmen erlitt unterdessen einen spürbaren Rückschlag im dritten Quartal. Die Gewinne nach Steuern fielen um 3,2 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Binnen Jahresfrist legten die Gewinne nur um 1,4 Prozent zu, verglichen mit einem Zuwachs um 8,5 Prozent im Vorquartal.

Der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg um 1,3 Prozent (vorläufig: plus 1,2 Prozent) nach einem Anstieg von 2,2 Prozent im Vorquartal.

Der BIP-Deflator betrug plus 1,3 Prozent (vorläufig: plus 1,2 Prozent) nach plus 2,1 Prozent im Vorquartal. Volkswirte hatten ein Plus von 1,2 Prozent erwartet. Der BIP-Deflator misst die Preisentwicklung anhand aller produzierten Waren und Dienstleistungen. Die Verbraucherpreise werden dagegen mittels eines repräsentativen Warenkorbs erhoben.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen