Donnerstag, 05. November 2009
"Ermutigende Signale": Wacker hält sich wacker
Dem Spezialchemiekonzern und Halbleiter-Zulieferer Wacker Chemie gelingt im dritten Quartal wieder den Sprung in die Gewinnzone.Der Umsatz stieg vor allem dank eines höheren Absatzes im Vergleich zum Vorquartal um sieben Prozent auf 986,5 Mio. Euro, teilte das Unternehmen mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich aber krisenbedingt noch ein Rückgang um 15 Prozent. Unterm Strich blieb Wacker diesmal nach einem Verlust im Vorquartal ein Gewinn von 35,9 Mio. Euro. Vor einem Jahr hatten die Münchener Spezialchemiker allerdings noch knapp 171 Mio. Euro verdient.
"Unsere Geschäftsentwicklung im 3. Quartal ist ein ermutigendes Signal für eine Wende des wirtschaftlichen Umfelds zum Besseren", stellte Konzernchef Rudolf Staudigl fest. Absatz, Auslastung, Umsatz und Ertrag seien zum Vorquartal deutlich gestiegen. Impulse kämen vor allem aus Asien. Allerdings sei noch nicht sicher, wie stabil diese Erholung sein werde.
Für 2010 zeigte sich Staudigl vorsichtig optimistisch. Bei Fortsetzung der konjunkturellen Erholung bestünden im kommenden Jahr gute Chancen auf eine Steigerung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses.
Für das laufende Jahr sei wegen der Krise allerdings weiterhin mit einem deutlichen Rückgang des Umsatzes und des operativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu rechnen, bekräftigte Staudigl. 2008 hatte der Konzern bei Umsätzen von rund 4,3 Mrd. Euro operativ gut eine Milliarde Euro verdient.
Dem Unternehmen machte zuletzt der Nachfrageeinbruch in der Bau-, Automobil- und Halbleiterindustrie zu schaffen, nun helfen eine höhere Auslastung und Kostensenkungen.
dpa
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