Wirtschaft
Weniger Gewinn, weniger Dividende: Wacker Chemie
Weniger Gewinn, weniger Dividende: Wacker Chemie(Foto: picture alliance / dpa)

Sparzwänge nach Gewinneinbruch: Wacker kürzt bei Aktionären

Der Preisverfall bei hochreinem Silizium macht Wacker Chemie zu schaffen: Der Überschuss sackt weg. Der MDax-Konzern reagiert. Die Investitionen sinken - und auch an der Dividende wird kräftig gespart.

Die Aktionäre von Wacker Chemie bekommen den Gewinneinbruch des Spezialchemiekonzerns zu spüren. Das MDax-Unternehmen will die Dividende auf 0,60 Euro von 2,20 Euro je Aktie im Vorjahr kürzen, wie das Unternehmen mitteilte. Wegen des Preisverfalls von hochreinem Silizium, dem Ausgangsstoff der Solar- und Halbleiterindustrie, war der Wacker-Gewinn im vergangenen Jahr um 70 Prozent auf 106,8 Mio. Euro eingebrochen. Die geringere Ausschüttung bekommt vor allem Aufsichtsratschef Peter-Alexander Wacker zu spüren, der mit seiner Familie rund zwei Drittel der Anteile hält.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigten sich die Oberbayern vorsichtig. Der Umsatz werde auf dem Vorjahresniveau von rund 4,6 Mrd. Euro stagnieren, sagte Wacker-Chef Rudolf Staudigl voraus. Das operative Ergebnis (Ebitda) werde aber angesichts der niedrigen Marktpreise für das einst heiß begehrte Polysilizium weiter schrumpfen.

Mit seinen Investitionen wird Wacker vorsichtiger: "Die Investitionssumme wird in den nächsten beiden Jahren dynamisch gesteuert und entsprechend der Ertragskraft angepasst", sagte Finanzvorstand Joachim Rauhut. Im laufenden Jahr will Wacker knapp 600 Mio. Euro in seine Technik stecken, rund die Hälfte des Vorjahreswerts. Den Aufbau des neuen US-Werks wird das Unternehmen laut Rauhut nicht vollständig aus der Tageskasse stemmen können. Die Verschuldung solle aber 2013 nicht über 1 Mrd. Euro hinausgehen.

An der Börse verloren die Titel mehr als 1 Prozent - in einem positiven Marktumfeld.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen