Wirtschaft
(Foto: Screenshot http://www.wsj.de)

Medienkonzern zieht den Stecker : "Wall Street Journal Deutschland" am Ende

Das "Wall Street Journal Deutschland" wird eingestampft. Das Projekt war ambitioniert gestartet, konnte sich als kostenpflichtiges Angebot offenbar nicht am Markt durchsetzen.

Der deutsche Online-Ableger des "Wall Street Journal" wird zum Jahresende eingestellt. "In Europa schließen wir die deutschsprachige Website und unseren Service in türkischer Sprache", schrieb Gerard Baker, Chefredakteur des "Wall Street Journal", Mitarbeitern in einer internen Email. Der US-Medienkonzern Dow Jones hatte das für Leser kostenpflichtige Projekt in Deutschland erst Anfang 2012 gestartet - offenbar ohne nachhaltigen Erfolg. 

Der Mediendienst Kress erinnerte an den Anspruch der "Wall Street Journal Deutschland", zum "führenden Anbieter von internationalen Finanz- und Wirtschaftsnachrichten für deutsche Leser aus dem professionellen Umfeld" zu werden.

Chefredakteur Ralf Drescher twitterte: "Vielen Dank Euch allen da draußen für die lieben Worte und guten Wünsche. Hättet ihr mal alle ein Abo des @WSJDeutschland gekauft :-)"

Wie viele Abonnenten das Angebot hatte, ist nicht bekannt. In den ersten Monaten des Jahres wies die Seite um die 900.000 Visits aus, das ist vergleichbar mit Regionalzeitungen wie der "Ostsee-Zeitung" oder der "Rhein-Neckar-Zeitung". Seit Juni liegen keine aktuellen Zahlen vor.

Quelle: n-tv.de

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