Wirtschaft
Händler an der Wall Street: Nur was für Männer?
Händler an der Wall Street: Nur was für Männer?(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Nach frauenfeindlichen Kommentaren: Wall-Street-Star entschuldigt sich

Frauen und erfolgreiche Investmentstrategien? "Sobald Babylippen die Brust der Frauen berühren, vergiss es." Für diese Äußerung hat sich Wall-Street-Größe Paul Tudor Jones nun entschuldigt. Besser so, weil ihn Studien schon lange widerlegt haben.

Der bekannte Wall-Street-Investor Paul Tudor Jones hat sich nach seinen frauenfeindlichen Äußerungen entschuldigt. "Meine Bemerkungen haben verletzt, das tut mir leid", sagte Jones, der die 13 Mrd. Dollar schwere Investmentgesellschaft Tudor leitet und sich regelmäßig auf den Forbes-Listen wiederfindet. Seine Investmentgesellschaft wettet auf makroökonomische Trends und profitiert bei den entsprechenden Währungs-, Zins- oder Aktienschwankungen. Jones hatte in den USA zuletzt für einen Eklat gesorgt, weil er Frauen nicht zutraut, Männern im Handel und bei sonstigen Investments das Wasser reichen zu können.

Jones sagte, er habe sich stets für gleiche Chancen eingesetzt. Seine drei Töchter habe er ermutigt, Karrieren an der Wall Street anzustreben. Bei einer Veranstaltung an der Universität von Virginia hatte er vergangenen Monat jedoch auch gesagt, dass Kinder das Leben von Frauen veränderten und ihre Aufmerksamkeit voll beanspruchten - zulasten des Jobs. "Sobald diese Baby-Lippen die Brust der Frau berühren, vergiss es", hat er einem Video zufolge gesagt. Die "Washington Post" hatte dieses auf ihre Internet-Seite gestellt.

Studien zufolge sind Frauen aber sehr erfolgreich in der Branche. Eine Erhebung der Bilanz- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rothstein Kass zum Beispiel belegt, dass von Frauen geführte Hedgefonds in den ersten drei Quartalen 2012 auf eine Rendite von neun Prozent kamen. Der Durchschnitt lag aber nur bei 2,7 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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