Wirtschaft

Ex-Bankchef für den Soffin: Walther soll Rettungsfonds führen

Herbert Walter hat sein Amt als Chef der Dresdner Bank nach deren Übernahme durch die Commerzbank abgegeben. Nun könnte er es erneut mit den am Staatstropf hängenden Frankfurtern zu tun bekommen - als Chef des Soffin.

Herbert Walther
Herbert Walther(Foto: imago/Müller-Stauffenberg)

Der frühere Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter soll angeblich an die Spitze des Bankenrettungsfonds Soffin rücken. "Walter wird neuer Chef des Leitungsausschusses", sagte ein Insider. Außerdem werde Jutta Dönges in das Gremium einziehen. Die 41-jährige frühere Investmentbankerin verantwortete zuletzt bei der schwedischen Bank SEB das Geschäft mit der Unternehmensfinanzierung in Deutschland.

Die Bundesregierung wird die Personalien voraussichtlich am Mittwoch absegnen. Der Soffin lehnte eine Stellungnahme ab.

Der 61 Jahre alte Walter wird damit oberster Bankensanierer in Deutschland. Er tritt in die Fußstapfen von Christopher Pleister, der zum Jahresende in den Ruhestand geht und seit 2011 an der Spitze des Finanzmarktstabilisierungsfonds (Soffin) gestanden hatte.

Soffin-Gelder stecken noch in der Hypo Real Estate, der Commerzbank - die in der Finanzkrise die Dresdner Bank geschluckt hatte - und in dem WestLB-Nachfolger Portigon. Bei der Dresdner Bank war Walter nach der Übernahme durch die Commerzbank abgetreten.

Der Vorstand des Soffin-Betreibers FMSA ist mit dem Abschied von Karlheinz Weimar im Sommer auf zwei Personen geschrumpft. Die in der Finanzkrise ins Leben gerufene Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) soll von 2015 an die Abwicklung maroder Banken in Deutschland koordinieren.

Quelle: n-tv.de

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