Donnerstag, 18. Februar 2010
Zahlreiche Flugausfälle: Warnstreik bei Easyjet
Ein Warnstreik legt den Flugverkehr des Billigfliegers Easyjet in Berlin-Schönefeld lahm. Hintergrund des Ausstandes ist der Streit um einen Mitbestimmungsvertrag nach deutschen Regelungen für die 300 Easyjet-Beschäftigten in Schönefeld.Ein fünfstündiger Warnstreik bei der Billigfluglinie Easyjet hat zu Flugausfällen in Berlin geführt. Insgesamt seien 14 Flüge wegen des Arbeitskampfes nicht gestartet, erklärte Easyjet. Dem Aufruf zu den befristeten Arbeitsniederlegungen seien am deutschen Stammsitz der Fluglinie alle rund 65 Beschäftigten der Frühschicht gefolgt, sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.
Hintergrund der Warnstreiks ist der Streit um einen Mitbestimmungsvertrag nach deutschen Regelungen für die 300 Easyjet-Beschäftigten in Berlin-Schönefeld, sie wollen einen Betriebsrat wählen. Nach Gewerkschaftsangaben entzieht sich der britische Billigflieger bislang den Regeln des deutschen Betriebsverfassungsgesetzes für das deutsche Cockpit- und Kabinenpersonal.
Nach sieben erfolglosen Verhandlungstagen lasse sich die Gewerkschaft nicht mehr länger hinhalten, sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler. Das Landesarbeitsgericht hatte nach Verdi-Angaben geurteilt, dass eine Vertretung nur durch einen entsprechenden Tarifvertrag erfolgen kann. Den für einen Betriebsrat notwendigen Abschluss dieses Tarifvertrages blockiert Easyjet jedoch nach Gewerkschaftsangaben. Bereits im Dezember hatte ein Teil der Easyjet-Mitarbeiter in Deutschland für einige Stunden ihre Arbeit niedergelegt.
Die 1995 gegründete Airline Easyjet ist nach dem irischen Konkurrenten Ryanair die zweitgrößte europäische Billigfluglinie. Berlin-Schönefeld ist seit 2004 deutsche Basis der Airline, die in Dortmund ein weiteres Luftdrehkreuz unterhält.
wne/AFP
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Stimmungstöter Europa
Kursverluste an der Wall Street
-
Telefonica überrascht
O2 soll an die Börse
-
Presta-Mitarbeiter müssen gehen
ThyssenKrupp kündigt
-
Griechenland-Exporte
Euler Hermes versichert nicht
-
Hiobsbotschaften und "Todeskreuz"
Dax kennt kein Halten
-
Spanien-Angst wächst
Euro stürzt unter 1,24 Dollar
-
Boni-Streit vor Londoner Gericht
Coba erleidet Schlappe
-
Verbleib im Deutsche-Bank-Turm
Börsig behält Privilegien
-
"Das Urteil ist gefallen"
Schlecker steht vor dem Aus
-
Defizitabbau darf länger dauern
EU kommt Spanien entgegen
-
Zwischen Krisenangst und Optimismus
Konjunktur bleibt wackelig
-
Rätselraten um Bankia-Hilfen
EZB wurde gar nicht gefragt
