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Geflogen wird, nur die Wartezeit fällt länger aus.
Geflogen wird, nur die Wartezeit fällt länger aus.(Foto: picture alliance / dpa)

Polizei schließt Eingänge: Warnstreik verursacht Chaos in Hamburg

An den Flughäfen in Hamburg, Stuttgart und Hannover streikt das Sicherheitspersonal. In Hamburg sorgte der Ausstand für massive Probleme. Die Wartezeit betrug zuletzt rund vier Stunden, momentan ist der Terminal geschlossen.

Wegen eines Warnstreiks des Sicherheitspersonals müssen Zehntausende Reisende an den Flughäfen in Stuttgart, Hamburg und Hannover mit Verzögerungen rechnen. Als erste legten am frühen Montagmorgen die Bediensteten am Airport in Stuttgart die Arbeit nieder. "Das bedeutet längere Wartezeiten bei der Abfertigung", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Bernd Wuttig.

In Hamburg kam die Abfertigung von Passagieren nach Angaben des Betreibers am Morgen praktisch zum Erliegen. Die Wartezeit vor den Kontrollstellen liege bei mehr als vier Stunden. Aufgrund des Rückstaus hätten die Terminals "ihre Kapazitätsgrenze" erreicht, alle Eingänge seien "aus Sicherheitsgründen" geschlossen.

"Passagiere werden dringend gebeten, nicht zum Flughafen zu kommen", teilte der Flughafen Hamburg mit. Fluggäste sollten Kontakt zu ihrer Fluglinie aufnehmen. Nach Angaben des Unternehmens haben die Gesellschaften in Erwartung des für 24 Stunden angesetzten Streiks mehr als 100 An- und Abflüge gestrichen.

Drei Stunden vor Abflug am Terminal

Auch am Flughafen Hannover sollten weniger Beschäftigte als sonst Passagiere, Gepäck und Waren kontrollieren. In Stuttgart müssen Fluggäste mit Verzögerungen von bis zu einer Stunde rechnen, wie ein Sprecher des Airports sagte. Nur einer von vier Terminals sei besetzt. Es seien zwar zusätzliche Arbeitskräfte engagiert worden, dennoch sollten Reisende auf Nummer sicher gehen und mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein.

Hintergrund des Warnstreiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen in der Sicherheitsbranche. Verdi will so den Druck auf die Arbeitgeber in Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen erhöhen. Die Gewerkschaft fordert je nach Bundesland und Beschäftigtengruppe 0,70 Euro bis 2,50 Euro mehr Lohn in der Stunde. Die Arbeitgeber bezeichneten die Warnstreiks als ungerechtfertigt.

Die drei bestreikten Airports gehören zu den zehn größten Flughäfen Deutschlands. Sie fertigen täglich zusammen im Durchschnitt gut 80.000 Passagiere ab. Die Tarifverhandlungen betreffen nicht nur Mitarbeiter an Flughäfen, sondern das gesamte Wach- und Sicherheitspersonal. Dazu zählen auch Beschäftigte, die Firmengebäude und militärische sowie kerntechnischen Anlagen bewachen.

Quelle: n-tv.de

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