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Der Wartburg 353 Tourist - Designer Dietel erhält den Staatspreis.
Der Wartburg 353 Tourist - Designer Dietel erhält den Staatspreis.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ehrung fürs Lebenswerk: Wartburg-Designer erhält Staatspreis

25 Jahre nach der Wende erhält erstmals ein Formgestalter aus der DDR den höchsten deutschen Designpreis. Der inzwischen 79-jährige kreierte den legendären Wartburg 353 - und den Schreibmaschinen-Klassiker Erika.

Erstmals wird ein Designer aus der DDR mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Karl Clauss Dietel hat unter anderem den Pkw Wartburg 353 gestaltet. Der 79-Jährige erhält am 25. September in Berlin den Ehrenpreis für sein Lebenswerk, teilten die Ausrichter im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums mit. Damit werde erstmals ein Designer der DDR mit einem gesamtdeutschen Staatspreis ausgezeichnet, hieß es.

Dietel wurde im sächsischen Reinholdshain geboren und lebt heute in Chemnitz. Er gilt als einer der führenden Formgestalter der DDR. Schon in seiner Diplomarbeit legte er den Grundentwurf für den beliebten Mittelklassewagen Wartburg 353 vor.

Später war er zudem für das Aussehen der Schreibmaschinen Robotron und Erika verantwortlich. Eine von ihm vorgeschlagene Weiterentwicklung des Trabant wurde nicht umgesetzt. 1980 hatte er den Designpreis der DDR erhalten.

Der Designpreis wird seit 1969 vom Bundeswirtschaftsministerium verliehen. Er soll auf die wirtschaftliche Bedeutung von gutem Design vor allem für den Mittelstand verweisen.

Der erste Wartburg 353 rollte 1966 vom Band. Ingesgesamt wurden - in mehreren Modellvarianten - in den folgenden mehr als 20 Jahren über eine Million Einheiten gebaut. Produktionsstandort war Eisenach. Nach der Wende übernahm Opel das Werk. In dem thüringischen Ort werden heute von der GM-Tochter unter anderem die Modelle Corsa und Mokka gebaut. Anfang des Jahres waren laut Kraftfahrtbundesamt noch etwas mehr als 3000 Fahrzeuge vom Typ Wartburg 353 registriert.

Quelle: n-tv.de

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