Wirtschaft
Helfer aus Deutschland, den USA und anderen Ländern unterstützen die Menschen auf den Philippinen unter anderem durch Nahrungsmittellieferung aus der Luft.
Helfer aus Deutschland, den USA und anderen Ländern unterstützen die Menschen auf den Philippinen unter anderem durch Nahrungsmittellieferung aus der Luft.(Foto: picture alliance / dpa)

Notkredite für Philippinen : Weltbank verdoppelt Hilfe auf eine Milliarde

Um den Philippinen nach dem Wirbelsturm "Haiyan" ausreichend zur Seite zu stehen, erhöht die Weltbank die Zusagen für ihre Hilfskredite auf nun rund eine Milliarde Dollar. Zwei Wochen nach dem Unglück sind inzwischen 1,5 Millionen Kinder von Mangelernährung bedroht

Nachdem verheerenden Taifun Haiyan hat die Weltbank ihre Hilfszusagen für die besonders schwer betroffenen Philippinen auf rund eine Milliarde Dollar aufgestockt. Dadurch wird das Volumen der Hilfskredite in etwa verdoppelt, teilte die Organisation mit. Mit dem Geld solle insbesondere der Wiederaufbau von Wasserleitungen, Straßen, Schulen und Krankenhäusern und für dringende benötigte Hilfsgüter genutzt werden.

Neben der Weltbank haben bislang unter anderem die Asiatische Entwicklungsbank 523 Millionen Dollar und zahlreiche Regierungen und internationale Hilfsorganisationen etwa 344 Millionen Dollar an Bargeld und Sachmitteln zugesagt. Zahlreiche Helfer aus verschiedenen Länder, so zum Beispiel von der US-Armee oder auch vom deutschen Technischen Hilfswerk (THW), leisten vor Ort Unterstützung.

Weitere Todesopfer drohen

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mittlerweile rund 1,5 Millionen Kinder auf den Philippinen von Mangelernährung bedroht. Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos sagte am Freitag in New York, sie befürchte einen weiteren Anstieg der Todesopfer, da neue Gefahren drohten. "Ich bin sehr besorgt wegen der 1,5 Millionen  Kinder, denen Mangelernährung droht, und wegen der fast 800.000  schwangeren und stillenden Frauen, die Nahrungsmittelhilfe  brauchen", sagte Amos nach ihrer Rückkehr von den Philippinen auf einer Pressekonferenz. Vor allem würden jetzt Nahrung, Trinkwasser und  Unterkünfte benötigt. Die UNO erhöhte ihre Nothilfe für das  südostasiatische Land von 301 auf 348 Millionen Euro. 

"Haiyan" war vor rund zwei Wochen auf die Philippinen getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 380 Kilometern pro Stunde gilt er als der schwerste Taifun, der jemals auf Land getroffen ist. Jüngsten Zählungen zufolge starben dabei 5235 Menschen, rund 1600 werden noch vermisst. Vier Millionen Menschen verloren ihr Obdach.

Die Weltbank ist, ähnlich wie der Internationale Währungsfonds (IWF), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Ihre Hauptaufgabe ist die Bekämpfung der Armut in der Welt. Sie finanziert sich aus Mitteln ihrer Mitgliedsländer.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen