Wirtschaft
Anmeldestelle für Arbeitslose in Griechenlands Hauptstadt Athen.
Anmeldestelle für Arbeitslose in Griechenlands Hauptstadt Athen.(Foto: picture alliance / dpa)

OECD: Anzeichen für Trendwende: Weniger Griechen ohne Job

Die griechische Arbeitslosigkeit ist zwar die höchste in Europa - die jüngste Erholung auf dem Jobmarkt hält jedoch an. Bereits den dritten Monat in Folge sinkt die Arbeitslosenquote und fällt auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren.

Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist dramatisch hoch - die Quote beträgt 24 Prozent. Aber: Sie geht zurück, mittlerweile schon den dritten Monat in Folge. Die jüngsten Daten der griechischen Statistikbehörde zeigen, dass die Arbeitslosigkeit damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2012 gesunken ist. Im Dezember 2014 hatte die Arbeitslosenquote noch 25,9 Prozent betragen.

In absoluten Zahlen waren 1,15 Millionen Griechen ohne Job. Besonders groß ist die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen. Im Dezember betrug die Arbeitslosenquote unter den 15- bis 24-jährigen Personen 48,9 Prozent.

Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 hat die Arbeitslosigkeit in Griechenland rasant zugenommen. Im Mai 2008 lag sie mit knapp über 7 Prozent etwa auf dem Niveau Deutschlands - nach der von der EU-Statistikbehörde Eurostat verwendeten Erhebungsmethode (ILO). Danach ging es mit der griechischen Arbeitslosigkeit steil nach oben. 2013 kletterte sie auf ihren Höchststand von rund 28 Prozent.

In Spanien ist die Situation ähnlich dramatisch

Mittlerweile hat Griechenland die höchste Arbeitslosigkeit der Eurozone. Nur in Spanien ist die Arbeitslosenquote mit rund 20 Prozent annähernd so hoch. Laut Eurostat lag sie Deutschland zuletzt bei 4,5 Prozent, laut den Daten der Bundesarbeitsagentur bei 6,2 Prozent.

Jedoch sieht auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Anzeichen für eine wirtschaftliche Trendwende in Griechenland: "Die Reformen beginnen Früchte zu tragen, jetzt ist es entscheidend, die Umsetzung zu verbessern", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Die Organisation erwartet, dass die nach den politischen Turbulenzen des vergangenen Jahres erneut ins Minus gerutschte Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder anspringt. Für 2017 sehen sie dann ein Wachstum von fast zwei Prozent. Die Lage bleibe aber zerbrechlich.

Quelle: n-tv.de

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