Wirtschaft
Die Insolvenzen von "Praktiker" und "Max Bahr" gelten als die größten des Jahres 2013.
Die Insolvenzen von "Praktiker" und "Max Bahr" gelten als die größten des Jahres 2013.(Foto: picture alliance / dpa)

Rückgang im Baugewerbe: Weniger deutsche Firmen sind pleite

Die gute Wirtschaftslage in Deutschland wirkt sich auch auf die Zahl der Unternehmens-Pleiten aus: So gab es 2013 erneut weniger Insolvenzen als im Vorjahr. Besonders häufig trifft es jedoch eine ganz bestimmte Gruppe von Unternehmen.

Im vergangenen Jahr haben 8,1 Prozent weniger Unternehmen in Deutschland Insolvenz angemeldet als im Vorjahr. Mit 25.995 zahlungsunfähigen Firmen sei die Zahl der insolventen Unternehmen im vierten Jahr hintereinander gesunken, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Auch die Privatinsolvenzen gingen zurück. So meldeten im Jahr 2013 mit 91.200 Fällen 6,6 Prozent weniger Verbraucher ihre Zahlungsunfähigkeit wegen Überschuldung an als im Vorjahr. Insolvenzen von Verbrauchern, die früher selbstständig waren, gingen um 0,7 Prozent auf 20.137 Insolvenzanmeldungen zurück.

Kleine Betriebe häufiger insolvent

Laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform betrifft die überwiegende Mehrzahl der Unternehmens-Insolvenzen sehr kleine Betriebe. In acht von zehn Fällen hatten diese maximal fünf Mitarbeiter. Auch viele Alleinselbständige meldeten ihre Zahlungsunfähigkeit an. Große Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern machen jedoch nur ein Prozent aller Insolvenz-Fälle aus. Zu den größten Firmen-Pleiten des Jahres 2013 zählen die der Baumarktketten "Praktiker" und "Max Bahr". In der Summe waren mehr als 10.000 Mitarbeiter betroffen.

Überdurchschnittlich stark sind laut Creditreform die Insolvenzen im Baugewerbe zurückgegangen - sie nahmen um 11,1 Prozent ab. Auch im Dienstleistungssektor gingen die Pleiten mit 8,9 Prozent überdurchschnittlich zurück: Dennoch waren immer noch 14.910 Unternehmen davon betroffen.

Durch die Insolvenzen im Jahr 2013 warten Gläubiger laut dem Bundesamt für Statistik noch auf Forderungen in Höhe von 37,8 Milliarden Euro. Im Jahr 2012 waren es 51,7 Milliarden.

Quelle: n-tv.de

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