Wirtschaft
Senvion mit weltweit 3900 Mitarbeitern installiert Windenergieanlagen an Land und auf hoher See.
Senvion mit weltweit 3900 Mitarbeitern installiert Windenergieanlagen an Land und auf hoher See.(Foto: picture alliance / dpa)

Ermittlungen gegen Vorstandschef: Windkraftfirma Senvion stoppt Börsengang

An den Börsen weht derzeit ein rauer Wind - zu rau für das Windkraft-Unternehmen Senvion. Seinen für Ende der Woche geplanten Börsengang sagen die Eigentümer daher ab. Sie verweisen auf die starke Volatilität an den Börse.

Der Windanlagenbauer Senvion geht doch nicht an die Börse. Das Hamburger Unternehmen sagte seinen für Freitag geplanten Börsengang in Frankfurt ab und bestätigte damit Informationen aus Finanzkreisen. Senvion begründete den Rückzieher einen Tag vor dem Ende der Zeichnungsfrist mit der "jüngsten Volatilität an den Märkten".

Die Bücher waren nach Informationen aus Finanzkreisen bis zuletzt noch nicht gefüllt. Zudem waren am Dienstag Korruptions-Ermittlungen gegen Vorstandschef Jürgen Geißinger aus seiner früheren Tätigkeit als Chef des Autozulieferers Schaeffler bekanntgeworden.

"Die Entscheidung hat keinen Einfluss auf die Wachstumsstrategie von Senvion, die sich auf die Expansion in neue Märkte fokussiert", hieß es in der Mitteilung. Der Erlös aus dem Börsengang - bis zu 700 Millionen Euro - wäre ohnehin an den Eigentümer, die Finanzinvestoren Centerbridge und Arpwood, gegangen. Diese haben seit Frühjahr 2015 das Sagen bei den Hamburgern.

Unternehmen wäre mehr als eine Milliarde werte gewesen

Der Handelsstart war ursprünglich für den 18. März geplant. Die Senvion SA hatte die Börsenpläne am 22. Februar bekanntgegeben. Die Aktien sollten zu 20,00 bis 23,50 Euro angeboten werden, womit das Unternehmen mit maximal gut 1,5 Milliarden Euro bewertet worden wäre.

Senvion mit weltweit 3900 Mitarbeitern installiert Windenergieanlagen an Land und auf hoher See. 2015 erzielte Senvion einen Pro-forma Umsatz von 2,14 Milliarden Euro und ein bereinigtes Pro-forma Ebit von 154,1 Millionen Euro, was einer Marge von 7,2 Prozent entspricht.

Quelle: n-tv.de

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