Auf dem Radar der StaatsanwaltschaftWirbel um Wiedeking
Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist nach dem Übernahmepoker mit VW ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Strafverfolger gehen nach eigenen Angaben möglichen Verstößen gegen das Aktienrecht nach.
Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist nach dem Übernahmepoker mit VW ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Behörde ermittle gegen Wiedeking und den ehemaligen Porsche-Finanzvorstand Holger Härter, sagte ein Porsche-Sprecher und bestätigte damit Berichte der "Welt" und der "Süddeutschen Zeitung". Die Staatsanwaltschaft habe auch Geschäftsräume von Porsche durchsucht und am Porsche-Stammsitz Stuttgart-Zuffenhausen Unterlagen beschlagnahmt.
Die Strafverfolger gehen nach eigenen Angaben möglichen Verstößen gegen das Aktienrecht nach. Die Fianzdienstaufsicht BaFin habe Hinweise auf unberechtigte Weitergabe von Insiderinformationen und auf den Verdacht der Marktmanipulation weitergeleitet, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Angaben zu verdächtigten Personen wollte sie nicht machen.
Porsche wies die Vorwürfe der Strafverfolger zurück. Die langjährigen Porsche-Manager Wiedeking und Härter waren nach dem gescheiterten Übernahmeversuch vor knapp vier Wochen zurückgetreten.
Die Staatsanwaltschaft habe neben Geschäftsräumen von Porsche auch mehrere Privatwohnungen durchsucht, sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Person. Die Ermittlungen richteten sich außer gegen Wiedeking und Härter noch gegen eine weitere Handvoll Beteiligte, wie die mit den Ermittlungen vertraute Person weiter sagte. Es handele sich unter anderem um Berater, sagte eine zweite Person.