Wirtschaft
(Foto: imago/Rainer Weisflog)

Bessere Aussichten: Wirtschaft der Eurozone kommt in Tritt

Ermutigende Signale aus dem Euroraum: Die vier großen Volkswirtschaften wachsen wieder. Positiv ist auch, dass die erste Unternehmen wieder höhere Preise durchsetzen können - und die Belegschaft aufstocken.

Die Wirtschaft der Eurozone ist im Februar den dritten Monat in Folge gewachsen. Der Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleistungen zusammenfasst, kletterte im Februar um 0,7 auf 53,3 Punkte, wie das Markit-Institut mitteilte. Das ist der beste Wert seit mehr als einem halben Jahr. Bereits ab 50 Zählern wird ein Wachstum signalisiert. "Im Februar zeigten sich klare Anzeichen einer Belebung", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

"Die vermehrten Auftragseingänge und die gestiegene Zuversicht der Unternehmen lassen zudem erwarten, dass sich der Aufwärtstrend im März beschleunigen wird." Gleichzeitig stellten die Unternehmen so viele Mitarbeiter ein wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr.

"Bemerkenswert ist, dass erstmals seit letztem April alle vier großen Volkswirtschaften der Euro-Zone einen Anstieg der Geschäftstätigkeit verzeichnet haben", sagte Williamson - also Deutschland, Italien, Spanien und das zuletzt schwächelnde Frankreich. Dies sei ein ermutigendes Signal, weil der expandierende Dienstleistungssektor die anhaltenden Einbußen in der französischen Industrie wettmachen konnte.

Aussichten durchweg positiv

Die gewerblichen Dienstleister in Deutschland verzeichneten im Februar sogar den stärksten Wachstumsschub seit fünf Monaten. Der Index für den Servicebereich stieg um 0,7 Punkte auf 54,7 Stellen. Allerdings wurde der Anstieg im Vergleich zur ersten Lesung deutlich nach unten revidiert.

Die Geschäftstätigkeit beschleunigte sich dank erneuter Auftragszuwächse. Auch der Beschäftigungsaufbau setzte sich zügig fort. Zudem hoben die Unternehmen angesichts einer gestiegenen Kosteninflation ihre Angebotspreise an. Markit-Ökonom Oliver Kolodseike geht davon aus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Quartal solide wachsen wird.

Mit Blick auf die Eurozone sagte Williamson: "Für alle Länder haben sich die Geschäftsaussichten verbessert." Ferner sei die Angst vor einem Austritt Griechenlands und einer Ansteckungsgefahr für andere Länder geschwunden. Außerdem dürfte die Abwertung des Euro die Exporte steigen lassen, während die Europäische Zentralbank mit ihrer sehr lockeren Geldpolitik die Wirtschaft weiter anschieben dürfte.

Quelle: n-tv.de

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